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Steyrer Christkindl: „Santa Claus ist in dieser Region keine Konkurrenz“

STEYR. In der Vorweihnachtszeit hat das Christkind Hochsaison. Gut, dass es in Steyr gleich drei der himmlischen Wesen gibt. Die OÖN trafen Julia Suwa (21). Sie ist eine der drei jungen Frauen, die Weihnachtsstimmung verbreiten.

OÖN: Das Christkind erfüllt die Weihnachtswünsche. Aber was wünscht sich das Christkind selbst am 24. Dezember unter dem Christbaum?

Suwa: Das Christkind wünscht sich die ganze Familie wieder zu sehen. Außerdem zieht das Christkind im kommenden Jahr nach Salzburg und hofft dafür eine Unterstützung zu bekommen.

OÖN: Glauben die Kinder heutzutage noch an das Christkind?

Suwa: Ja, die glauben schon, dass ich das echte Christkind bin. Viele sind so sprachlos, dass, wenn sie mich sehen, sie ihre Wünsche vergessen. Ich sage ihnen dann, dass sie mir einen Brief schreiben sollen. Nur einmal hat mir ein Bub der etwa vier Jahre alt war gesagt, dass er weiß, dass seine Mama die Geschenke kauft und es das Christkind nicht gibt.

OÖN: Was haben Sie dem Bub daraufhin geantwortet?

Suwa: Ich habe zu ihm gesagt, dass seine Mama eine besondere Mama ist, die mir bei den Geschenken hilft. Denn alleine würde ich das gar nicht alles schaffen. Der Bub war danach von seiner Mutter sehr beeindruckt.

OÖN: Wie lange haben Sie selbst an das Christkind geglaubt?

Suwa: Puh, ich glaube, dass war so bis ins Volksschulalter. Da haben mir dann Klassenkollegen gesagt, dass es das Christkind gar nicht wirklich gibt.

OÖN: Stimmt es, dass die Steyrer Christkindln alle in der selben Straße wohnen?

Suwa: Ja, das stimmt. Wir wohnen alle im Dambachtal. Keine hat gewusst, dass sich die Anderen auch bewerben. Das war dann eine große Überraschung als wir das herausgefunden haben.

OÖN: Welche Aufgaben fallen Ihnen als Christkind zu?

Suwa: Ich habe bisher zum Beispiel den Christkindlmarkt auf der Promenade eröffnet, Reisegruppen begrüßt und über die Stadt Steyr erzählt. Auch auf Weihnachtsfeiern treten wir auf.

OÖN: Wie oft kommen Sie bei den Veranstaltungen in der Adventszeit zum Einsatz?

Suwa: Die Vorweihnachtswochenenden teilen wir uns untereinander auf. Unter der Woche sind meist weniger Termine.

OÖN: Ist das Kostüm in dem Sie auftreten, unbequem?

Suwa: Nein unbequem ist es nicht. Nur sehr schwer. Das Kostüm wiegt etwa 15 Kilo.

OÖN: Wie lange brauchen Sie, um hineinzuschlüpfen?

Suwa: Ungefähr zehn Minuten. Nur brauche ich zum Anziehen einen Helfer.

OÖN: Welche Charaktereigenschaften muss ein Christkindl mitbringen?

Suwa: Man muss geduldig und kinderlieb sein und diese Aufgabe mit Vergnügen machen.

OÖN: Ist Ihrer Meinung nach, Santa Claus in Österreich schon ein Konkurrent zum Christkind?

Suwa: Nein, das ist keine Konkurrenz. Das Christkind hat speziell in Steyr eine viel längere Tradition.

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