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„Uomo“: Eingemietete Hotelgäste bieten Freiern Liebesdienste an

RIED/Traunkreis. Bei seiner Anlagefirma Globe Invest türmte Bernhard Wohlschlager 34 Millionen Euro Schulden auf. Gemeinsam mit Nachtkönig Alexander Gerhardinger, der mit Bordellen an die Börse gehen wollte, eröffnete der Pleitier gestern an der Pyhrnautobahn ein neues Freudenhaus.

Gerüchte geisterten schon länger um das Hotel „Uomo“, das nach dem italienischen Wort für Mann benannt war. Jetzt ist die letzte Hülle gefallen: Aus dem Gerücht wurde Tatsache und aus dem Hotel ein Herrenhaus, in dem der Lust gefrönt werden soll.

Mitte Oktober, nachdem das 88-Betten-Hotel an der A9 in Konkurs gegangen war, sah die Lage offiziell noch etwas anders aus. Baumeister und Liegenschafts-Mitbesitzer Josef Ettinger verleugnete genervt alle Mutmaßungen auf das Rotlichtmilieu, nannte alle Anspielungen in diese Richtung wörtlich „Blödsinn“. Das dürfte die persönliche Ettinger-Show für die Medien gewesen sein. Denn im Hintergrund wurde zu diesem Zeitpunkt schon mit dem horizontalen Gewerbe verhandelt. Seit gestern verrät ein Mausklick im Internet auf einer Webseite für Erwachsene, dass ein Sextempel unter „Laufhaus A9“ seine Pforten geöffnet hat.

Pleitier als Geschäftsführer

Den Freiern wird ein ganz neues Freudenhaus versprochen: Die Damen mieten sich wie Hotelgäste in Einzel- und Doppelzimmern ein, Kunden können am Gang die Mädchen „ohne lästige Anmachsprüche“ von den Fotos an den Türen wählen. Die Liebesdienerinnen würden „selbstständig arbeiten“, und es würde auch kein Konsumationszwang bestehen.

Die Betreiber der „UOMO Hotel- & Vermietungs GmbH“ sind keine Unbekannten: Geschäftsführer und Prokurist Bernhard Wohlschlager hatte bereits mit der Anlagefirma „Globe Invest“ schwere Potenzprobleme: Das Unternehmen ging mit 34 Millionen Euro Schulden pleite. Von der Insolvenz waren 5000 Anleger betroffen. Mehrheitseigentümer Alexander Gerhardinger (zu 60 Prozent) kommt vom Fach, nachdem er als neuer Boss des Napoleonhofs in Ansfelden angetreten war, das angeschlagene Etablissement wirtschaftlich wieder hochzubekommen. Gerhardinger war es auch, der mit seiner Idee Schlagzeilen und Kopfschütteln darüber auslöste, das älteste Gewerbe der Welt an die Börse zu bringen. Den OÖN hatte er vor zwei Jahren verraten, dass die Pläne schon sehr weit gediehen seien. Das angesagte Papier an der Frankfurter Börse war selbst dem Wirtschaftsteil der „Süddeutschen“ einen großen Bericht über den „Puff-Pionier“ wert gewesen.

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Vom Bordell zurück in die Finanzwelt · von wirsindoptimisten (1) · 01.02.2011 12:23 Uhr

Mit einem neuen Konzept ist er jetzt wieder unterwegs.
Werde reich und beteilige Dich an "Superbull.ch".
Für Interessierte: Man sehe sich mal die "Inhaber" von Superbull.ch über moneyhouse.ch an.
Bin gespannt wie lange es diesmal dauert...

Ein genervter Geschädigter

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Artikel 16. November 2009 - 00:04 Uhr
Von Martin Dunst und Hannes Fehringer
Bild vergrößern „Uomo“: Eingemietete Hotelgäste bieten Freiern Liebesdienste an

,,Laufhaus" statt Bordell an der A9: Gerhardinger  Bild: OÖN

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