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„Botschafter des Friedens“ ging Weg durch die Hölle

REICHRAMING. Bei einer Feier in kleinem Rahmen vor dem Forstmuseum stellte Ernö Lazarovits gestern sein Buch „Mein Weg durch die Hölle“ vor. Der Ungar ist einer der letzten Überlebenden der „Todesmärsche“ der NS-Zeit.

Ernö Lazarovits gilt als „Botschafter des Friedens“. Für sein Engagement gegen Antisemitismus erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter auch das Große Ehrenzeichen der Republik Österreich. Trotz seiner 85 Jahre wird er nicht müde, seine zahlreichen Ehrenämter auszuüben. Lazarovits ist stellvertretender Generalsekretär des Internationalen Mauthausenkomitees. Er hält Vorträge an Schulen, schreibt für Zeitungen und war 14 Jahre lang Bezirksvorsteher des Budapester Bezirkes Zuglo.

In Reichraming war er gestern Nachmittag zu Gast und stellte die deutsche Übersetzung seines Buches „Mein Weg durch die Hölle“ vor. Als Ort dafür wählte er die Aussichtsplattform vor dem Forstmuseum, die vergangenen Sommer von israelischen, palästinensischen und österreichischen Jugendlichen gemeinsam errichtet wurde. Bei der Feier anwesend waren auch Bürgermeister Reinhold Haslinger und die Zweite Präsidentin des oberösterreichischen Landtags, Gerda Weichsler-Hauer.

„Menschen wollen Frieden“

Zu aktuellen Konflikten wie jenem in Israel und Palästina sagte Lazarovits, die einfachen Menschen wollten in Frieden leben. Hass werde von der Politik geschürt. Er sehe es als seinen Auftrag, sich trotz seines hohen Alters für Frieden auf der Welt einzusetzen und die Gräuel des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Weichsler-Hauer stellte ihre Rede unter das Motto „Wehret den Anfängen!“.

Ein Interview mit Ernö Lazarovits lesen Sie am Freitag in Ihren OÖN.

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Artikel 10. November 2009 - 00:04 Uhr
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Auf der Aussichtsplattform vor dem Reichraminger Forstmuseum stellte Lazarovits sein Buch vor.  Bild: bw

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