Die Plattform hiefür legte der Verein „Laufwunder Steyr“ unter der Regie von Roland Brandner, der als Fußball-Schiedsrichter bekannt ist. Dreihundert Ausdauer-Fexe stellten sich der strapaziösen Herausforderung eines 50- und eines 100-Kilometer-Laufes, der als österreichische Meisterschaft ausgetragen wurde.
Bei Morgengrauen starteten die Kilomerschlucker, liefen, schwitzten, litten und quälten sich. Windböen und Hitze setzten ihnen arg zu. Hunderte Zuschauer hatten sich am frühen Nachmittag zum Zieleinlauf eingefunden und trugen die ausgemergelten Leiber mit viel Applaus ins Ziel.
Drei Läufer hatten bis zum Einbruch der Dunkelheit das Dreizehn-Stunden-Limit nicht geschafft. Als Zeitfüller wurden zwischendurch Kurzläufe für hundert Kinder durchgeführt.
Der Held des Tages war eine Frau. Die 48-jährige Salzburgerin Sabine Hofer, die als Titelverteidigerin im Mittelpunkt stand und in 7:58,33 Stunden ihren eigenen österreichischen Rekord gleich um zweiundzwanzig Minuten pulverisierte. Im Ziel brach sie total erschöpft zusammen. Sie war von Krämpfen gepeinigt und wurde vom Rotkreuz-Personal betreut.
Der 48-jährige Villacher Vorjahressieger Bernhard Santer löste sich ab der 60-Kilometermarke vom Fünferfeld und verteidigte in 7:35,57 Stunden seinen Meistertitel. Dietmar Hausberger aus St. Peter war mit 9:16 und einem neunten Rang der beste einheimische Athlet. Mit ihm, Karl Perchthaler (10:50), Georg Schmidthaler (11:36) und Christian Enzenebner (12:08) stellte Laufwunder Steyr das größte Team. Über 50 km war Guido Frühwirth mit 4:12 der schnellste Steyrer. (fl)
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