Großer Bahnhof für die Ybbstalbahn gestern Sonntag: Viele Hobbyfotografen, die das Dampfross knipsten, die Blasmusikkapelle spielte, und Ex-ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde spendierte Bier und Würstel. Das Jubiläumsfest zur Eröffnung des Nebenarmes der Schmalspurstrecke von Waidhofen nach Ybbsitz münzten die Bahnvereine zur Kundgebung um. Landespolitiker der VP blieben dem Rednerpult fern, während Madeleine Petrovic (Grüne), Erich Königsberger (FP) und Franz Gratzer (SP) einen Schulterschluss im Landtag ankündigten, um die VP-Mehrheit vom Zusperren der Ybbstalbahn abzubringen.
Ein Mittel könnte auch die Beauftragung des Landesrechnungshofes sein: Die Bahnbefürworter verwiesen auf einen Vertrag, demzufolge die ÖBB für den Erhalt der Ybbstalbahn Landesmillionen kassierten, aber die Gleisanlagen verlottern ließen. Zwei Landesgutachten würden besagen, dass das Land verpflichtet gewesen sei, den Vertrag einzuklagen. Das ist nie geschehen. Mit den nicht geflossenen Geldern zur Streckenerhaltung könnte die Nebenbahn mustergültig saniert werden, rechnete Peter Haibach von „Pro Bahn Österreich“ vor. Als ersten Schritt hoben die Bahnbefürworter eine Genossenschaft aus der Taufe. Der Ex-Direktor der Berliner Verkehrsbetriebe, Norbert Liehm, war der erste Genossenschafter, der für 25 Euro einen Anteil kaufte, der ehemalige Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Hans Kirchmayr der zweite.
„Pro Bahn“ will sich um die Ybbstalbahn bewerben. Mit sechs Millionen Euro Mitgift zur Streckensanierung, die einen Bruchteil eines Abrisses kosteten, werde man einen Betreiber finden.
Danke für den Bericht über die Rettung der Ybbstalbahn. Im ORF NÖ wird dies ja totgeschwiegen (sher fragwürdige Verhaltensweise für den eine öffentlich-rechtliche Station).
Die Ybbstalbahn ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur und hat enorme Bedeutunmg für die Pendler und den Tourismus. Vor allem wenn sie nach Vorbild der Pinzgaubahn saniert wird.
Geld ist ja genug da, wenn man sieht wie die ÖBB-Vorstände einfach so mal 600 Mio Euro verspekulieren.
Wo kann man eigentlich Genossenschaftsanteile kaufen?
Genau so wurde auch die Thörlerbahn gerettet. Große Bekenntnisse der Politiker und schwups - ein neuer Radweg um sehr viel Steuergeld ist plötzlich finanzierbar (siehe auch Steyrtalbahn, SKGLB usw).
Durch die Beispiele aus der Vergangenheit soll man lernen und den zuständigen Politikern bzw. den Verantwortlichen bei den ÖBB zeigen, daß man sich nicht alles gefallen läßt.
Am Beispiel der Salzkammergut-Lokalbahn sieht man ja welche Verkehrsprobleme in diesem Bereich entstanden sind und wie wenig der Busse angenommen werden. Außerdem ist ein großer Schaden für den Tourismus entstanden.
Welches Potential eine Schmalspurbahn im Pendlerverkehr als auch im Fremdenverkehr haben kann, sieht man vielfach in der Schweiz.
Darum für den Erhalt der Bahn und deren Ausbau kämpfen!!!
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