Laut Vorstandsbeschluss im Regionalverband soll zumindest für die Teilstrecke zwischen Waidhofen und Hollenstein auch der Weiterbetrieb auf der Schiene geprüft werden. Weil Landesrat Johann Heuras (VP) aber nur einen Tag später eigentlich nur noch von einem Rest der Ybbstalbahn als Waidhofner Straßenbahn und ansonsten Bussen das Wort zugesprochen hat, nehmen die Eisenbahnvereine die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand. Gestern schickte „Pro-Bahn“ im Einvernehmen mit den Bürgerinitiativen „Club 598“ und „Pro Ybbstalbahn“ ein Angebot an das Verkehrsministerium. Die Vereine erklären sich in dem Schreiben bereit, die Schmalspurbahn ebenso um einen Euro zu übernehmen, wie es der Bund bereits dem Land NÖ. angeboten hatte. Die Lasten von 20 Millionen Euro, die eine Entsorgung der Bahnschwellen und der Rückbau des Gleiskörpers bei einer Einstellung der Bahn bedeuten würde, bereiten „Pro-Bahn“-Obmann Peter Haibach kein Kopfzerbrechen: „Ein erfolgreicher Weiterbetrieb der Bahn ist kein Ding der Unmöglichkeit.“
Haibach hat schon Vorgespräche mit Bahnbetreibern aus dem In- und Ausland, darunter mit einem Vertreter des größten deutschen privaten Nahverkehrsbetreibers Veolia, geführt. Weil es genügend Beispiele gebe, wie Regionalbahnen zu einem neuen Geschäftsfeld geworden sind, habe man bereits Kontakte zu Investoren knüpfen können. Haibach: „Jetzt ist Bundesministerin Bures am Zug.“ Beim Jubiläumstag 110 Jahre des Nebenarmes der Schmalspurstrecke von Waidhofen nach Ybbsitz soll am Sonntag die neue Ybbstalbahn-Entwicklungsgesellschaft vorgestellt werden.
Ich find es wirklich super, daß eine Privatinitiative versucht, die Ybbstalbahn, die ein wichtiges Angebot sowohl für die Pendler als auch den Tourismus darstellt, zu retten.
Das dies funktionieren kann, sieht man am Beispiel der Pinzgaubahn. Durch regionales Management und Eingehen auf die lokalen Bedürfnisse erzielte man einen hohen Zuwachs sowohl bei den Fahrgästen als auch im Güterverkehr.
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