Je nach ausgewähltem Arbeitsplatz übten sich die Mädchen aus den dritten und vierten Klassen von Hauptschulen und Gymnasien im Schweißen, Tischlern, Löten, Autos reparieren oder Computer zerlegen. Begleitet wurden sie dabei von Angestellten der Betriebe.
„Bei uns waren zwei Mädchen zu Gast. Nachdem sie unsere Firma besichtigt hatten, durften sie selbst schrauben und Teile polieren“, sagt Walter Stollenberger, Lehrlingsbegleiter der Firma weba Werkzeugsbaubetriebs GmbH.
In die Berufssparten Kraftfahrzeugtechnik, Spannungstechnik, Produktions- und Elektrotechnik durften acht Mädchen bei BMW hineinschnuppern. Vier Mitarbeiter kümmerten sich um ihre Besucher und standen ihnen Rede und Antwort. Unter anderem lernten die Technikinteressierten, wie man mit einem Messgerät einen Widerstand überprüft.
Gleich elf Mädchen versuchten sich einen Vormittag in chemischen- und physikalischen Versuchen beim Steyrer Forschungsunternehmen Profactor. „Viele Mädchen sind geprägt, traditionelle Berufe zu ergreifen. Daher ist es gut, dass es solche Aktionstage gibt, wo Mädchen eine andere Welt kennenlernen“, sagt eine Mitarbeiterin von Profactor. Ein eigenes Wälzlager produzierten drei Mädchen beim Wälzlagerhersteller NKE.
Dort ist das gestiegene Interesse der Frauen an technischen Berufen deutlich zu spüren. „Bei uns sind etwa 40 Prozent der Belegeschaft weiblich“, sagt Produktionsleiterin Sandra Hinterplattner.
Dass der Girl’s-Day bei den Schülerinnen gut ankommt, bestätigt auch Elisabeth Krennhuber, die in der Personalentwicklung bei SKF arbeitet. „Wir unterstützen die Aktion seit Langem. Man merkt, dass es den Mädchen Spaß macht“, sagt sie.
Die ganze Welt für unsere jungen Leser
Amazon: Logistikzentrum in Koblenz bringt 1.000 Arbeitsplätze
Auch bei minus 14 Grad ist die kurze Hose Pflicht
„Der Freitag des Zorns“: Gewaltausbruch in Kairo