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Top-Platz für Steyrer HTL bei der "Mini-Formel 1"

STEYR. Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff drückte den jungen Technikern bei der WM in Malaysia die Daumen.

Top-Platz für Steyrer HTL bei der "Mini-Formel 1"

Das Team von HTL Steyr und Vienna International School: (v.l.) Anna Geist, Daniel Guger (Schiedlberg), Benedikt Bräu (St. Peter), Paul Stöcher(St. Ulrich), Benedict Wolff und Simen Martinsen gemeinsam mit Mercedes-Sportchef Toto Wolff Bild: HTL

Der Jubel bei den Schülern der HTL Steyr und der Vienna International School ist riesengroß: Bei der "Formula 1 in Schools"-Weltmeisterschaft in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur erzielte der Bolide des Teams "BWT-Swift" nicht nur die siebentschnellste Zeit von 51 Teams aus 27 Nationen. Das sechsköpfige Team wurde darüber hinaus auch noch mit dem "Scurtineering Award" für ihre einwandfreie Konstruktion ausgezeichnet.

"Wir waren eines von nur vier Teams, das gegen keine der technischen Regeln verstoßen hat", sagt Sandra Losbichler. Die HTL-Lehrerin hatte ihre jungen Techniker auf die WM vorbereitet und sie nach Südostasien begleitet. Und wie bei der "richtigen" Formel 1 hatten die Schüler auch bei dieser WM mit unerwarteten Problemen zu kämpfen. Das allerdings motivierte das Team so richtig. Herstellungsingenieur und Analyst Daniel Guger aus Schiedlberg, Autodesigner Paul Stöcher aus St. Ulrich, Entwicklungschef Benedikt Bräu aus St. Peter, die drei Wiener Simen Martinsen, Anna Geist und Teammanager Benedict Wolff sowie "Pink Panther" Moritz Rettensteiner aus Sierning – der Teammanager des Vorjahres war als Berater und Maskottchen mit dabei – ließen sich von den unerwartet schwierigen Bedingungen in Kuala Lumpur nicht aus dem Konzept bringen. Letztendlich war das Team der Steyrer und Wiener Schüler sogar um 70 Wettkampfpunkte besser als im Vorjahr beim neunten WM-Gesamtrang.

Im Training schneller

"Wir haben auf unserer Teststrecke in der HTL bezüglich Reifen, Lager und Patronenrückstoß vieles verbessert", sagt Losbichler, "bei der WM war der Streckenbelag aber plötzlich ganz anders, ebenso die Patronenqualität." Und auch die klimatischen Bedingungen in der abgekühlten Veranstaltungshalle waren unerwartet. Als Folge all dessen war die Haftung der Plexiglas-Räder nicht wie in den Tests, die Rennzeit des Boliden blieb daher deutlich unter jener in den Trainingsläufen in Österreich.

"Die Schüler waren sehr fokussiert und haben bei diesem fünftägigen Wettkampf wie in der Formel 1 noch mit allerhand Tricks das Bestmögliche herausgeholt", sagt Losbichler, die die professionelle Zusammenarbeit der Schüler mit zwei oberösterreichischen Firmen hervorstreicht:

"Sowohl mit BWT aus Mondsee, das auch in der großen Formel 1 engagiert ist, wie mit dem Scharnsteiner Hightech-Unternehmen ,Asmag‘, bei dem die Schüler mit modernsten CNC-Maschinen fertigen konnten, war die Kooperation ausgezeichnet."

Als Belohnung für ihre Leistung durften die Schüler "echte" Formel 1-Luft beim Grand Prix in Sepang schnuppern. Dort wurden als "Revanche" die Daumen für das Team von Toto Wolff, Vater von Teammanager Benedict Wolff gedrückt.

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Artikel Gerald Winterleitner 02. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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