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Tierschutzverein rettete Kätzchen aus Mistkübeln und aus Plastik-Containern

AMSTETTEN. Katzenbabys wurden in Amstetten nicht nur ausgesetzt, sondern von unbekannten Grobianen wie Müll entsorgt. Polizei ermittelt.

Tierschutzverein rettete Kätzchen aus Mistkübeln und aus Plastik-Containern

Kätzchen: Tiere sind kein Wegwerfartikel. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Christine Hausleitner, Obfrau des Mostviertler Tierschutzvereines, will die Bauernschaft nicht mit Anschuldigungen besudeln. Ein Zusammenhang ist aber nicht von der Hand zu weisen: Seit dem laut dem nö. Tierschutzgesetz die Verpflichtung für Katzenhalter, ihre Vierbeiner kastrieren zu lassen, auch auf Bauernhöfen gilt, ist das Problem mit dem herrenlosen Nachwuchs der Miezen eskaliert.

"Ich will niemanden verdächtigen und auch die Landwirte nicht", sagt Hausleitner, "es ist nur so, dass ab dem Zeitpunkt die Verhältnisse ärger geworden sind." Wer immer auch die Täter gewesen sind, haben früher gewissenlose Tierhalter auf Parkplätzen ihre Autotüren geöffnet, die Katzenjungen hinausgeworfen und sind davon gefahren. Jetzt werden die Orte, an denen die Tierbabys ausgesetzt werden, immer extremer.

Vor zwei Wochen wurden zwei Kätzchen in Amstetten in einem Container für Altplastik bei einem Altstoffsammelzentrum gefunden. Zweimal ist es in Amstetten schon vorgekommen, dass Passanten ein verzweifeltes Miauen aus Mistkübeln in einem Park gehört haben. Der Tierschutzverein barg die völlig verängstigten Katzenjungen aus den Papierkörben.

Schilderungen, dass Kätzchen wie ein Wegwerfartikel im Müll ausgesetzt wurden, hörte Hausleitner auch aus Wallsee, Stadt Haag und Kematen/Ybbs.

Weil er wenig Hoffnung auf einen Fahndungserfolg gehabt hätte, zeigte der Tierschutzverein die Vorfälle erst gar nicht bei der Polizei an. Ein Fehler. Beim Bezirkspolizeikommando in Amstetten ist man an Hinweisen sehr interessiert, um Tierquälern das Handwerk zu legen: "Der Strafrahmen reicht für Täter bis zu zwei Jahren Haft" , sagte ein Beamter den OÖNachrichten, "wir werden bei den Ermittlungen alles tun, was in unserer Macht ist."

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Artikel Hannes Fehringer 05. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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