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"Soletti-Parkplatz" um 120.000 Euro

SANKT VALENTIN. Nach der künstlerischen Umzäunung einer Autoabstellfläche befürchtet die St. Valentiner VP Ähnliches beim Veranstaltungszentrum: Orientierungslosigkeit als arger Kostentreiber.

"Soletti-Parkplatz" um 120.000 Euro

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Zwei der Stelen wurden bei der Parkplatzeinfahrt gekappt und die Löcher zubetoniert, gestern sprühten Fahrbahnmaler eine neue Bodenmarkierung auf den Asphalt. Etliche Autofahrer hatten sich bei dem Hindernis des "Kunstwerkes im öffentlichen Raum" den Lack zerkratzt, während Passanten bloß über das "Soletti-Denkmal" der himmelwärts ragenden Leuchtstangen spotten.

Während Stadtplanungsstadtrat Patrick Hagmüller (SP) von einem Fehler des Verkehrsplaners spricht, der nun behoben wurde, erinnert VP-Stadtrat Andreas Pum daran, dass man für die Umgrenzung des Parkplatzes von einem Drittel der Kosten jetzt bereits bei mindestens 120.000 Euro angelangt sei: "Es kamen immer wieder Überraschungen hinzu."

Keine Verheißung, sondern mehr eine Bedrängnis war für Pum, dass Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SP) und Kulturstadtrat Leopold Feilecker (SP) beim Valentinsempfang schon für Herbst den Spatenstich und im Jahr 2019 die Fertigstellung des Veranstaltungszentrums voraussagten. Pum sieht nicht einmal die Voraussetzung für den nötigen Gemeinderatsbeschluss im März gegeben, auch wenn mit Ulrich Burtscher und Marianne Durig die Sieger des Architektenwettbewerbes feststehen: "Bei der neuen Halle will man alles und damit nichts."

"Soletti-Parkplatz" um 120.000 Euro

Feilecker hatte bei der Präsentation von einem Konzertsaal mit 650 Sitzplätzen geschwärmt, in dem das Symphonieorchester Neujahrskonzerte gibt, Chöre beim Festival wettsingen und Popstars rocken. In dem Haus untergebracht würden auch "die modernste Musikschule im Bezirk Amstetten" und ein Gastronomiebetrieb. Darüber beherberge die Mehrzwecknutzung Volley- und Hallenfußballer, Bälle und regionale Messen. Für Pum ist das von Anfang an in zu großen Bahnen gedacht. Im Budget seien bereits 7,5 Millionen Euro für das VAZ festgesetzt worden, eine Million mehr als vorgesehen. Trotzdem seien die Nutzungsabsichten noch immer nicht klar. Mit "Unausgegorenem" werde er sicher nicht mehr zu Finanzierungsgesprächen zur nö. Landesregierung fahren, sagte Pum, zugleich Bundesrat der blau-gelben VP, den OÖNachrichten.

Hagmüller sagt, dass beim VAZ "die 6,5 Millionen Euro nie als Kostendeckel" gemeint gewesen seien. Bei der Detailplanung werde man auf einen gemeinsamen Nenner kommen, "das sind Geplänkel, der Beschluss im März steht."

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Artikel Hannes Fehringer 17. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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