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Nationalpark hilft, dass aus schrägen Ideen Firmen entstehen

MOLLN. Start-up-Bewerb "Vielfalter" soll mit Öko-Projekten Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Nationalpark hilft, dass aus schrägen Ideen nachhaltig Firmen entstehen

Gemeinsam: G. Schönberger, F. Schillhuber, J. Oestreich, C. Dörfel, E. Mayrhofer Bild: Vielfalter

Der Gewinner wird ein "Startkapital" von 8000 Euro einstreifen, einen Pappenstiel für eine Unternehmensgründung. Aber darum geht es nicht bei dem neuen "Start-up-Wettbewerb" für Vereine und Privatpersonen, den der Nationalpark Kalkalpen gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Steyr, den Leader-Regionen und der Familie Scheuch-Privatstiftung ins Leben gerufen hat. "Wer hier unter den sechs Preisträgern ist, wird für die Finanzierung seiner Geschäftsidee von jeder Bank gerne genommen", sagt Georg Schönberger, Regionalleiter der Sparkasse Oberrösterreich auch im Namen der anderen regionalen Geldinstitute, die in die Aktion eingebunden sind.

Der Clou des gemeinsam mit den Regionalverbänden erdachten Unternehmensgründerbewerbes "Vielfalter" ist die Beratung und das Netzwerk, das Leuten mit einer zukunftsfähigen und vor allem nachhaltigen Geschäftsidee zuteil wird.

Wer mit sich einen Gedanken herumträgt, wie man die Umwelt und die Wirtschaft in der Region des Nationalparkes voranbringt, kann sich zu Workshops am 5. Mai und am 13. Juni im Nationalpark-Besucherzentrum Reichraming melden. Dort helfen Profis, ein Projekt zu schmieden, wie man aus der Idee auch Geld verdienen kann. "Es gibt keine dummen Ideen", sagt der Obmann des Regionalforums, der Bürgermeister von Steinbach an der Steyr Christian Dörfel (VP), "es gibt höchstens eine dumme Art, Ideen umzusetzen".

Sponsoren wie die Scheuch-Privatstiftung haben für den "Vielfalter" tief in die Tasche gegriffen, auch eine stolze Summe an Fördergeldern wurde lukriert. Die insgesamt 18.000 Euro Preisgelder sind nur die Spitze des Eisberges, denn weitere 94.000 Euro schlagen an Honoraren zu Buche, weil die besten Business-Coaches des Landes engagiert werden. Leute, deren Ideen beim "Vielfalter" der Weiterverfolgung wert befunden werden, lernen Koryphäen wie Alexis Eremia, die Co-Gründerin & Geschäftsführerin "Impact Hub Vienna", und den Geschäftsführer der Stiftung Blühendes Österreich, Ronald Würflinger, kennen. Beide sitzen in der Jury. "Eine derartige Start-up-Aktion im ländlichen Raum, die dann die Wiener Netzwerke nutzt, ist völliges Neuland", erklärt Julia Oestreich von der Scheuch-Privatstiftung.

Wichtig ist es für Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer, bei der Hochkarätigkeit der Business-Coaches die Hemmschwelle für findige Köpfe aus der Region niedrig zu halten: "Innovation heißt oft, querdenken zu müssen. Also keine falsche Scheu!"

Start-up-Wettbewerb "Vielfalter" des Nationalparks Kalkalpen: Bewerbungen sind ab sofort bis 26.Juni unter www.der-vielfalter.at möglich. Dort sind auch weitere Details nachzulesen.

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Artikel Hannes Fehringer 24. April 2017 - 00:04 Uhr
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