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Nach Schlüsselübergabe könnte es bei Kirchdorfer Kaserne jetzt schnell gehen

KIRCHDORF. Zum Jahreswechsel übernahm die Gruppe um den Immobilienmakler Gerhard Graßegger die Kremstalkaserne. Im Mai könnte die Bauplatzbewilligung bereits rechtskräftig sein.

Nach Schlüsselübergabe könnte es bei Kirchdorfer Kaserne jetzt schnell gehen

Aus der ehemaligen Kremstalkaserne entsteht ein neuer Stadtteil mit Wohnungen und Einfamilienhäusern. Bild: BMLV

„Die Kaserne ist gekauft, bezahlt und übergeben“, sagt Gerhard Graßegger. Im Mai 2008 hatte er erstmals die Idee, auf dem ehemaligen Bundesheer-Areal einen neuen Stadtteil hochzuziehen. Fast fünf Jahre später steht der Immobilienmanager nun fast am Ziel. Für 3,02 Millionen Euro wechselte die Kaserne den Besitzer, nachdem der Bestbieter Peter Spanring sein noch um 10.000 Euro höheres Angebot wenige Wochen nach der Versteigerung zurückgezogen hatte. Besitzer sind nun neben Graßegger die Genossenschaft „Lebensräume“ unter Obmann Robert Valenti und drei weitere Eigentümer, die öffentlich noch nicht in Erscheinung treten wollen.

„Der Kaufpreis lag jetzt 480.000 Euro über dem Mindestgebot. Man muss auch berücksichtigen, dass wir noch zwei Millionen Euro investieren müssen“, sagt Graßegger. 1,1 Millionen Euro davon entfallen auf Hochwasserschutzmaßnahmen, zu denen sich die Gruppe verpflichtet hat. „Dieses Projekt ist schon eingereicht“, berichtet der Makler. Demnächst werde die Wasserrechtsverhandlung über die Bühne gehen. Das Bachbett des Kaltenbachs soll verbreitert werden. Dazu sind ein Rückhaltebecken und Überflutungszonen geplant. Der Reinshofbach werde auf das Gelände umgeleitet.

Bis zu 900.000 Euro werden in die Erschließung des in 42 Parzellen aufgeteilten bisher unbebauten Geländes auf dem Areal investiert. Kanalanschlüsse müssen geschaffen werden. Dazu wird eine Straßenbeleuchtung installiert. „Die Umwidmung und der Bebauungsplan könnten bereits Ende März vom Gemeinderat abgesegnet werden. Wenn alles gut läuft, ist die Bauplatzbewilligung Anfang Mai rechtskräftig“, hofft Graßegger.

Die Genossenschaft „Lebensräume“ wird vier bestehende Mannschaftsgebäude veredeln und zu Wohnbauten umgestalten. In den restlichen bestehenden Bauten sollen Dienstleistungsbetriebe angesiedelt werden. „Wir werden hier noch den genauen Bedarf ermitteln. Ein Nahversorger, ein Gastronomiebtrieb und ein Bäcker wären jedenfalls denkbare Lösungen“, erklärt der neue Mitbesitzer.

Die 42 Bauparzellen werden verkauft. „Wir werden hier schlüsselfertige Baumeisterhäuser anbieten, aber grundsätzlich steht es natürlich jedem Käufer frei, was er auf seinem Grund baut“, sagt Graßegger.

 

Happy End

2007 hatte Gerhard Graßegger erstmals mit der Heeresimmobilienverwertungsgesellschaft Sivbeg telefoniert, 2008 die Idee für das neue Stadtviertel geboren. Bei der Versteigerung des zwölf Hektar großen Areals im vergangenen September war er überboten worden. Nun folgte das Happy End für den Kirchdorfer

von saazer (11) · 21.01.2013 13:38 Uhr
Das ist nachhaltige Nutzung!

Bravo für Gerhard Graßegger, dass er es geschafft hat, eine gute Nutzung für das Kasernenareal zu Stande zu bringen!

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Artikel Stefan Minichberger 21. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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