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In Hinterstoder werden 9,6 Millionen investiert

HINTERSTODER. Explorer-Gruppe will im Dezember aufsperren und peilt 40.000 Nächtigungen pro Jahr an.

hinterstoder

Im typischen Design der Explorer-Hotels wird auch jenes in Hinterstoder errichtet werden.  Bild: (Explorer-Hotels)

„Das passt optimal zu uns und wird nach dem JUFA der nächste Impuls für die Region werden“, sagt Herbert Gösweiner, Vorsitzender des Tourismusverbandes Pyhrn-Priel. Noch heuer dürfen sich die Touristiker der Region über einen Zuwachs von weiteren 200 Betten freuen: Die in Deutschland und Österreich agierende Explorer-Hotels-Gruppe will bereits am 1. Dezember ihr 100-Zimmer-Haus in Hinterstoder eröffnen. Es wird das insgesamt siebente Hotelprojekt der Investoren-Gruppe sein, die am 1. Juli in Kaltenbach im Zillertal Hotel Nummer sechs aufsperren wird. „Die Gruppe betreibt Häuser in Oberstdorf, Neuschwanstein, Berchtesgaden, im Montafon und in Kitzbühel“, sagt Gösweiner, „das sind alles Topregionen, in denen der Sport eine wesentliche Rolle spielt.“ Spatenstich für das neue 3-Sterne-Haus ist übermorgen, Donnerstag.

Rund 9,6 Millionen Euro wird das bayerische, in Fischen bei Oberstdorf ansässige Unternehmen im oberösterreichischen Weltcup-Ort investieren. Ziel der Explorer-Investorengruppe sind rund 40.000 Nächtigungen im Jahr.

Der Standort des Hotels neben dem Gasthof Jaidhaus unmittelbar neben dem Parkplatz der Höss-Bergbahn ist für die Zielgruppe optimal gewählt. „In unserem Fokus stehen sportlich orientierte Gäste aller Alters- und Einkommensschichten, die draußen aktiv sind und die Berge entdecken und genießen wollen“, sagt Katja Leveringhaus. Sie hat gemeinsam mit dem Oberstdorfer Hotelier Jürnjakob Reisigl die Gruppe gegründet und führt auch die Geschäfte: „Das hier ist eine ungemein entwicklungswillige und entwicklungsfähige Destination.“

Für Hinterstoder habe man sich aufgrund des attraktiven Ganzjahres-Angebots entschieden. Skifahren, Snowboarden und Langlaufen im Winter, ein reichhaltiges Angebot für Mountainbiker, Wanderer und Kletterer in den übrigen Monaten – all das ergebe die richtige Mischung für die Explorer-Gäste.

Eine bayerische Scheune

Im Stil wird das neue Hotel einer bayerischen Scheune mit Schindelverkleidung nachempfunden sein – damit wird das Haus in Hinterstoder im Wesentlichen exakt so aussehen wie die anderen Hotels der Explorer-Gruppe auch. Darin inkludiert: ein kleiner Wellness- und Fitnessbereich, die große Werkbank für Ski und Bikes als Treffpunkt in der Lounge und ein moderner Barbereich. Für Gäste wird es im Hotel nur Frühstück, jedoch kein Mittag- oder Abendessen geben. „Wir wollen, dass unsere Gäste am Abend ausgehen und dabei die Angebote vor Ort genießen“, sagt Jürnjakob Reisigl.

Ein Konzept, über das sich Touristiker Gösweiner freut: „Das wird die örtliche Gastronomie beleben und den Ort aufwerten. Und das das gesamte Jahr über.“ Denn das neue Hotel werde 365 Tage im Jahr offen sein. Das Stodertal könne sich damit, so Gösweiner, weiter als Ganzjahresdestination etablieren.

Zahlen und Fakten

  • 200 Betten der 3-Stern-Kategorie wird das Hotel beherbergen. Zielgruppe sind junge und sportlich Aktive.
  • 40.000Nächtigungen sind das Ziel der Investoren. Insgesamt soll es im Haus Jobs für 15 Mitarbeiter geben.
  • 9,6 Millionen Euro investiert die Gruppe in Hinterstoder. Spatenstich ist am Donnerstag, die Eröffnung bereits für 1. Dezember geplant.

 

3 FRAGEN AN

3 Fragen an Herbert Gösweiner

Vorsitzender des Tourismusverbandes Pyhrn-Priel

Der Touristiker sieht für die Region noch enormes Potenzial.

685.000 Nächtigungen hatte die Region Pyhrn-Priel einst. Davon ist man weit entfernt.

Aktuell liegen wir bei 540.000, wir waren schon unter einer halben Million. Aber unser Ziel lautet 700.000 plus. Wir wollen zwar nicht weg vom Tagesgast, aber hin zum Nächtigungsgast, der länger bleibt, für Impulse sorgt und Arbeitsplätze sichert.

Mit dem Explorer-Hotel wird im Dezember ein neuer Quartiergeber aufsperren.

Das werden 200 Betten der Drei-Stern-Kategorie sein und 15 neue Jobs. Die Mitarbeiter für das Haus in Hinterstoder werden übrigens schon gesucht. Wenn der Masterplan Pyhrn-Priel 2020 umgesetzt wird, dann bedeutet dies 440 zusätzliche Vollzeit-Jobs in der Region. Ziel sind in Summe 1000 Betten mehr, das heißt: mehr als 6200 Betten, derzeit haben wir 5700 bis 5800.

Welche Hoffnung verknüpfen Sie mit dem neuen Hotelprojekt in Hinterstoder?

Das ist ein Glücksfall für den Ort, der ihn beleben wird. Die Gruppe hat ein modernes Konzept, das als Zielgruppe junge, sportlich Aktive hat. Wir werden dadurch auch als Region Zugang zu neuen Gästeschichten erhalten.

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Artikel Gerald Winterleitner 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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