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Gebürtiger Steyrer plant den Taborlift

STEYR. Architekt Helmut Reitter, gebürtiger Steyrer mit Büro in Innsbruck, hat sich mit seinen Plänen beim Gestaltungswettbewerb für die Errichtung der Aufstiegshilfe Tabor durchgesetzt. Die Entscheidung der Jury war einstimmig. Insgesamt hatten 18 Architekturbüros ihre Pläne eingereicht.

aufstiegshilfe tabor

Visualisierung des Siegerprojektes von Helmut Reitter. Bild: OÖN

„Für mich ist das eine sehr sentimentale Geschichte“, sagt Helmut Reitter. Der 63-jährige, in Steyr geborene und seit 45 Jahren in Innsbruck lebende Architekt hat den Wettbewerb für die Aufstiegshilfe Tabor gewonnen. Insgesamt hatten 18 Büros ihre Ideen im Steyrer Rathaus eingereicht.

„Dieses Projekt besticht durch Eleganz, Schlichtheit und Reduktion auf das Wesentliche“, sagt Bürgermeister Gerald Hackl (SP), „ich bin ganz euphorisch, es wird das Stadtbild prägen.“ Laut Baureferent Vizebürgermeister Helmut Zöttl (FP) habe sich das herausragendste Projekt durchgesetzt: „Es passt gut in die Umgebung und bietet eine wunderbare Aussicht.“

Reitter, der hier acht Jahre das Gymnasium besucht hatte, wählte als Konstruktion zwei parallel gestellte Betonwangen, die den Panoramalift führen sollen und die aus Cortenstahl gefertigte Zugangs- und Aussichts-Plattform tragen werden. Die etwa 36 Höhenmeter vom Michaelerplatz auf den Tabor werden etwa zur Hälfte im Berg und zur Hälfte im Freien zurückgelegt. Die komplett verglaste Liftkabine wird behindertengerecht ausgeführt und weist laut Reitter eine Innenlichte von 2,2 mal 1,6 Meter auf. Beim Siegerprojekt wurde der Liftschacht in den rechten Seitenstollen verlegt, wodurch weder die denkmalgeschützte Treppe angetastet wird und auch die bekannte Höhle in der Hangmitte erhalten bleibt.

„Die Liftkabine selbst verläuft nicht im Schacht, sondern gleitet durch die Baumkronen“, sagt Reitter. Auch sei der Austritt aus dem Berg toll mitzuerleben. „Der Lift wird in den urbanen Dschungel des Taborhanges so eingebettet sein, als ob er immer schon da gewesen wäre.“ Baubeginn für die Aufstiegshilfe dürfte spätestens Anfang 2019 sein, die Kosten betragen rund 1,7 Millionen Euro.

Eine Million Euro zusätzlich

„Dazu kommt noch rund eine Million für Ziviltechniker, Gutachten, Planungen und Bauarbeiten am Lift-Vorplatz“, sagt Hackl. Diese Kosten seien jedoch noch nicht beschlossen, ergänzt Zöttl: „Es ist mir aber recht, wenn der Zugang auch gleich gestaltet wird.“

Reitters Projekte

Reitter wird in Steyr nicht nur den Lift auf den Tabor realisieren, sondern gemeinsam mit Architekt Gernot Hertl auch den Neubau der Raika-Zentrale am Platz der ehemaligen Eybl-Filiale. Diese war von Reitters Vater, der ebenfalls Architekt war, geplant worden.

Helmut Reitter

Helmut ReitterFoto: privat

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Artikel Gerald Winterleitner 13. Dezember 2017 - 09:50 Uhr
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