Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 21. Oktober 2017, 04:58 Uhr

Reichenau im Mühlkreis: 11°C Ort wählen »
 
Samstag, 21. Oktober 2017, 04:58 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Steyr

Firma baut Schienen ab und verkauft die Geleise als Alteisen

WAIDHOFEN, LUNZ AM SEE. Für die Bahnfreunde, die die Ybbstalbahn als Tourismusattraktion erhalten wollen, sollen auf Biegen und Brechen vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Firma baut Schienen der Ybbstalbahn ab und verkauft die Geleise als Alteisen

Die Schrauben sind schon gelockert. Bild: OÖN

 Der Trupp einer deutschen Baufirma hat damit begonnen, die Schrauben der Gleisanlagen bei Göstling zu lockern, bald sollen die Bagger kommen und Kräne die Schienen auf Lastwagen verfrachten. Was die Bahnbefürworter an eine Nacht-und-Nebel-Aktion denken lässt: Für den Radwegebau sind noch lange nicht alle Behördenbescheide eingetroffen, trotzdem wird an der Trasse im Winter heftig gewerkt.

Nach Vorschlag der Landespolitik soll auf der Trasse der Ybbstalbahn ein Radweg durch das Tal gebaut werden. Die Finanzierungszusage des Landes über zehn Millionen Euro haben die Bürgermeister der Talschaft in der Tasche. Die Trasse hat die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG, die die Ybbstalbahn von den ÖBB übernommen hat, für einen symbolischen Euro dem Radwegverein überlassen, dem nahezu alle Gemeinden des Oberen Ybbstals angehören. Bis auf eine Ausnahme: Für die Gemeinde Hollenstein, deren Bürgermeister Manfred Gruber (SP) für die Wiederinbetriebnahme der Bahn eintritt, wurde der Dorferneuerungsverein in den Verband kooptiert.

Der Obmann des Radwegeverbandes, der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer (VP), bestreitet vehement, dass der Abriss übereilt erfolge: "Wir haben die Entscheidung zwei Jahre lang diskutiert und vorbereitet." Den Zuschlag habe eine Firma aus Deutschland erhalten, die mit dem Verkauf der Schienen als Alteisen die Abrisskosten selbst finanziere. Am 10. März würden Fachleute nochmals die Radwegtrasse begutachten. Nach den letzten Genehmigungen könnte dann heuer noch Baubeginn sein.

Kommentare anzeigen »
Artikel Hannes Fehringer 14. Januar 2014 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Das Kind hat noch lange keinen Namen

STEYR, KIRCHDORF. Die Tourismusverbände Steyr, Nationalpark Enns- und Steyrtal, Kurbezirk Bad Hall und ...

"Wir werden kein Harakiri spielen"

STEYR. Präsident Schlager versprach den Fans: Die Zweite Bundesliga ist kein Finanzabenteuer.

Wo die Liebe den Tod zum Tanz bittet

STEYR. Das Styraburg-Herbstfestival hat dieses Wochenende gleich drei Top-Veranstaltungen zu bieten.

Die letzten "Mekam-Tonnen" sind ein Verkaufshit in Deutschland

AMSTETTEN. Mit Mülltonnen mit zwei Trennkammern für Rest- und Biomüll gingen manche Gemeinden im Bezirk ...

Umdasch sucht Problemlöser und vergibt Preis

AMSTETTEN. Zum beiderseitigen Nutzen hat die Umdasch-Gruppe nun einen Forschungspreis für junge Tüftler ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!