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Fall Komani: Steyrer Aktivisten hoffen auf das große Happy End

STEYR. Nachdem die Familie Komani die unbeschränkte Niederlassungsbewilligung zugesprochen bekommen hat, herrscht auch in Steyr Erleichterung. Das Komitee für Komani übergab gestern 2300 Unterschriften an Bürgermeister Gerald Hackl – „damit eine solche Abschiebung nie wieder passiert“.

Fall Komani: Steyrer Aktivisten hoffen auf das große Happy End

Unterschriften-Übergabe: Bürgermeister Gerald Hackl, Britta Aicher, Martin Kreundl Bild: Kurt Daucher

Dass August Komani und seine Töchter Daniella und Dorentina nun dauerhaft in Österreich bleiben dürfen, sei auch das Verdienst jener Steyrer, die sich vehement für die bestens integrierte Familie eingesetzt haben. Das sagt Bürgermeister Gerald Hackl. Und: Man hätte den Komanis ohnedies schon vor Monaten das Bleiberecht zuerkennen müssen, es gäbe gar keinen geeigneteren Fall.

Donnerstagvormittag ist es. Zwei Vertreter des Komitees für Komani, Britta Aicher und Martin Kreundl, sind im Büro des Bürgermeisters zu Gast und übergeben 2300 Unterschriften. „Damit so etwas nie wieder passiert in Steyr“, sagen sie. Hackl stimmt ihnen zu. „Wir brauchen als Behörde natürlich die rechtliche Grundlage dafür“, fügt er an. Er hoffe aber, dass diesbezüglich ohnedies schon etwas in Gang gekommen sei.

Am Mittwoch bekamen Vater Komani und die achtjährigen Zwillinge von der zuständigen Magistratsabteilung in Wien die unbeschränkte Niederlassungsbewilligung zugesprochen. Sie halten sich nach ihrer Rückkehr aus dem Kosovo, wohin sie kurz zuvor abgeschoben worden waren, im Wiener „Freunde schützen“-Haus auf. Dass auch Mutter Vera Komani, die sich nach wie vor in Spitalsbehandlung befindet, das Bleiberecht erhält, sollte nur noch Formsache sein.

Mittwochabend in Steyr: Mitglieder des Pfarrgemeinderates in St. Anna bringen jenes Transparent am Pfarrhof an, mit dem man sich schon bei der Fackelwanderung und großen Kundgebung auf dem Stadtplatz für mehr Menschlichkeit im Umgang mit der Familie Komani ausgesprochen hatte. „Wir haben gesagt, wir lassen das Transparent so lange hängen, bis die Komanis wieder zurück in Steyr sind“, so Franz Böhm, der stellvertretende Pfarrgemeinderatsobmann. Voraussetzung für die Rückkehr nach Steyr sei freilich, dass das die Familie Komani auch will. Die Wohnung sei einzugsbereit.

Bis zu einer möglichen Rückkehr und zum großen Happy End der Geschichte, die so dramatisch verlaufen ist, wird freilich noch einige Zeit vergehen. Vera Komani muss erst wieder gänzlich gesund werden – es geht ihr jedoch schon besser, wie man hört. Dieser Tage schon könnte sie in die Tagesklinik verlegt werden und die Abende und Nächte fortan bei ihrer Familie verbringen. August Komani und die Zwillinge werden im „Freunde schützen“-Haus hermetisch abgeschirmt. Auch die Steyrer Freunde dürfen noch nicht mit ihnen Kontakt aufnehmen.

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Artikel Kurt Daucher 19. November 2010 - 00:04 Uhr
OÖN-TV

Steyr: Fackelzug für Familie Komani

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