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Der Musicalsommer der Rekorde: Auf "Hair" folgt "Rock of Ages"

AMSTETTEN. Intendant Kropfreiter und sein Team wagen sich 2018 wieder an Neues heran – Gut so!

Der Musicalsommer der Rekorde: Auf "Hair" folgt "Rock of Ages"

22 Mal wird "Hair" heuer in der Amstettner Pölz-Halle gespielt – acht Mal mehr als ursprünglich geplant. Bild: Sengstschmid

Acht Zusatzvorstellungen, deutlich mehr als die 12.880 Zuschauer im Jahr 2007 (als "Hair" in der Eishalle gespielt wurde) – und das alles, obwohl Top-Star Drew Sarich kurz vor Probenbeginn absagen musste: Beim Musicalsommer Amstetten, der noch bis einschließlich Sonntag, 13. August, am Laufen ist, werden heuer neue Rekorde aufgestellt. Auch das ist neu: Im Programmheft ist bereits jene Produktion, die es nächstes Jahr in der Pölz-Halle mitzuerleben gibt, genannt – die österreichische Erstaufführung von "Rock of Ages".

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: "Hair" ist einer der großen Klassiker des (Rock-)Musicals. In Zeiten, in denen das Publikum bevorzugt auf Bekanntes setzt und neue Geschichten weitgehend scheut, fand Neo-Regisseur Alex Balga in Amstetten damit die sprichwörtlich "g’mahte Wies’n" vor – und bewies, dass man auch aus dem x-fach wiedergekauten Stoff eine große, schwer beeindruckende Show machen kann. Wild, wie zur Begrüßung versprochen, war Balgas "Hair"-Version freilich nicht. Sogar die nackten Körper auf der Bühne, die vor 50 Jahren noch als Skandal galten, sind in Amstetten – per Videoprojektion – brav verhüllt.

Top-Band, Top-Licht

Was den Amstettner Musicalsommer so einzigartig – und grandios – macht, sind nicht zuletzt die Mitstreiter, die Intendant Johann Kropfreiter immer wieder um sich schart. Zwei der besten Beispiele dafür: Christian Frank und Michael Grundner. Der eine gibt samt Band seit Jahren schon den Rhythmus auf der Bühne vor und garantiert dafür, dass Amstetten als Rockmusical-Standort die Nummer 1 in Österreich bleibt. Der andere zaubert das passende Licht in die Pölz-Halle, Top-Effekte via LED-Wand inklusive.

Auch in der treffsicheren Auswahl der Darsteller zeigt sich der erfolgreiche Amstettner Stil. Aus dem Super-Cast ragen einige von ihnen sogar noch hervor. Wie Barbara Obermeier (die voriges Jahr schon in "Footloose" brillierte) etwa den "Frank Mills"-Song interpretiert, das ist schlichtweg zum Niederknien. Auch "Reserve"-Burger Michael Souschek macht seine Sache ausgezeichnet.

Zu wünschen ist dem Musicalsommer, dass ihm das Publikum auch bei "Rock of Ages" scharenweise die Treue hält. Das Stück (mit Hits wie "We built this City", "Here I go again" und "The final Countdown") passt musikalisch perfekt nach Amstetten. Mit der neuen Geschichte wird man – anders als mit "Hair" – wieder neue Akzente setzen können. Sogar hier hat Kropfreiter erste Erfolgsmeldungen parat: "Es gibt ja schon Karten fürs nächste Jahr. Eine halbe Vorstellung haben wir schon verkauft." Grundsätzlich geht es der Intendant mit Blickrichtung 2018 aber wieder eher zurückhaltend an. Zunächst stehen die üblichen 14 Vorstellungen auf dem Programm. Aufstocken kann man bei entsprechender Nachfrage ja immer noch.

Für die Zusatzvorstellung von "Hair" am Sonntag gibt es übrigens noch Karten. Die Nummer der Ticket-Hotline lautet (07434) 601-454.

Auch beim Musikfestival Steyr mit "West Side Story" und beim Theatersommer Haag mit "Don Quijote" werden am Wochenende die letzten Vorstellungen gespielt.

Der Musicalsommer der Rekorde: Auf "Hair" folgt "Rock of Ages"

Brilliert als Schauspielerin wie als Sängerin: Barbara Obermeier

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Artikel Kurt Daucher 11. August 2017 - 00:04 Uhr
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