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Bürgerinitiativen wehren sich jetzt gemeinsam gegen "Nord-Süd-Achse"

STEYR, GRÜNBURG. Die Steyrer Westspange und die Umfahrung Obergrünburg sind für die Anwohner keine getrennten Projekte. Sie befürchten nicht nur für Mautflüchtlinge eine neue Transitroute.

Bürgerinitiativen wehren sich jetzt gemeinsam gegen "Nord-Süd-Achse"

Die lokalen Bürgerinitiativen arbeiten enger zusammen, weil es um ein "großes Transitprojekt" gehe. Bild: Enzendorfer

Paul Enzendorfer, einer der Wortführer gegen den Bau der Steyrer Westspange, wurde von VP-Stadtrat Gunter Mayrhofer gerüffelt: Enzendorfer solle "keine Unwahrheiten verbreiten". Der Bürgerinitiativen-Aktivist hatte darauf hingewiesen, dass eine neue Nord-Süd-Achse durch Oberösterreich kein von den Trassenanrainern an die Wand gemalter Teufel sei, sondern eine konkrete Forderung der Wirtschaftskammer (WKO).

Mayrhofer wird nicht umhinkommen, neuerlich den Straßengegnern vorzuwerfen, den Leuten unberechtigt Angst einzujagen. Gestern haben nämlich die Bürgerinitiative "Grüngürtel statt Westspange" und die Plattform in Grünburg, die die Verlegung der Steyrtal-Bundesstraße nicht ungefragt hinnehmen will, ihren künftigen Schulterschluss und ihre gemeinsame Vorgehensweise bekannt gegeben.

"Letztlich geht es darum, dass mit diesen und weiteren bereits umgesetzten Projekten eine Verbindung von Nordeuropa bis zum slowenischen Hafen Koper geschaffen wird, wo das größte europäische Hafenterminal für Autotransporte steht", erklärt Enzendorfer. Dass es nicht in erster Linie darum geht, Ortschaften von der Verkehrslast zu befreien, sondern im Gegenteil eben dem schnelleren Transit Vorrang einzuräumen, glaubt auch Karin Roidner von der Bürgerplattform in Obergrünburg. Die Anrainer, die sich gar nicht gegen die 700 Meter lange Verschwenkung der Straße wehren, verstehen die Welt nicht mehr, warum sich die Behörde gar so sehr gegen eine geforderte 50-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung sträubt und diese bisher abgelehnt hat. "Die künftige Verlegung verläuft kurvenreich und unübersichtlich, dennoch verweigert das Land eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf ein vernünftiges Maß."

Dass die Wirtschaft jedenfalls eine leistungsfähige Anbindung an die Pyhrnautobahn verfolgt, ist keine Fantasie, sondern Faktum. In einem Zukunftspapier der WKO steht die "mittelfristige Verlängerung der B309 nach Norden zur S10 Mühlviertler Schnellstraße und eine Verlängerung nach Süden bis zur A9 bei Klaus" schwarz auf weiß.

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Artikel Hannes Fehringer 17. April 2018 - 00:04 Uhr
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