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Aufschwung in Steyr: Fast elf Prozent weniger Arbeitslose

STEYR. Ab Jänner gibt die Stadt 30 älteren Langzeitarbeitslosen einen Job.

Aufschwung in Steyr: Fast elf Prozent weniger Arbeitslose

Kündigten neue Jobs für zumindest 30 Langzeitarbeitslose über 50 an: Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl, Sylvia Schörkhuber (stv. AMS-Leiterin), AMS-Leiter Hubert Heindl, Minister Alois Stöger und Nationalrat Markus Vogl. Bild: Privat

Die verbesserte Auftragslage der heimischen Wirtschaft zeigt sich in den aktuellen Arbeitsmarktdaten: Im September waren österreichweit im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent oder 17.004 Menschen weniger auf Arbeitssuche. Ohne Schulungsteilnehmer betrage der Rückgang sogar 6,3 Prozent und sei damit der stärkste seit sechs Jahren. Dies sagte Sozialminister Alois Stöger (SP) gestern bei seinem Besuch im Arbeitsmarktservice (AMS) Steyr.

Besonders positiv schlägt sich bei dieser Bilanz der Arbeitsmarktbezirk Steyr (Anm: Steyr-Stadt plus -Land): Im Jahresvergleich beträgt der Rückgang hier sogar 10,8 Prozent. "Aktuell sind bei uns 3291 Personen arbeitslos gemeldet", sagt Hubert Heindl, Chef des AMS Steyr, "das sind um exakt 397 weniger als im September 2016." Besonders deutlich sei der Rückgang bei Jugendlichen bis 25 Jahren (–16 %), Langzeitarbeitslosen, die länger als sechs Monate ohne Job waren (–13,5 %) und Akademikern (–18,6 %). Bei den Schulungsteilnehmern verzeichnete das AMS Steyr ein Plus von 12,5 Prozent (101 Personen).

Während der Trend der vergangenen Monate auf dem Arbeitsmarkt deutlich positiv ist, sieht die Situation für die Gruppe der über 50-Jährigen weniger rosig aus. Österreichweit gab es einen Zuwachs von 0,1 Prozent, beim AMS Steyr einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent. "Wir wollen mit der Aktion 20.000 Langzeitarbeitslosen über 50 Jahren eine Perspektive geben", sagte Stöger. In den Modellregionen Linz und Urfahr-Umgebung sei die Aktion gut angelaufen, in Steyr werde daran gearbeitet, ab Jänner in das Programm einzusteigen.

"Wir haben beim Personal an allen Ecken und Enden gespart. Arbeit wäre genügend vorhanden", sagte Bürgermeister Gerald Hackl (SP). Die Stadt werde daher ab 1. Jänner zumindest 30 Menschen im Alter von 50 plus einen Arbeitsplatz geben: "Das ist eine Win-win-Situation. Der Bund übernimmt die Kosten und wir können unsere Leistungen besser anbieten."

Wie trist die Situation in dieser Altersgruppe ist, verdeutlichte Heindl: "Von den 1094 Arbeitslosen über 50 Jahren sind 650 bereits länger als ein Jahr ohne Job."

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Artikel OÖN 03. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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