In Freistadt ist die mittelalterliche Innenstadt an sich schon Tipp genug. Wer nach Freistadt kommt, sollte sich Zeit nehmen für einen gemütlichen Spaziergang in der Altstadt. Und dabei gilt es die Augen offen zu halten, für die Schönheiten, die sich erst auf den zweiten Blick enthüllen, zum Beispiel die Innenhöfe. Aber auch so manche Kuriosität aus früheren Zeiten findet sich in der alten Stadt. Diese muss aber jeder selbst entdecken. Nur ein Hinweis: Sogar ein Krokodil nennt die Innenstadt ihr Eigen.
Hotel
Das Hotel Gasthof Jäger - Goldener Adler (1) ist ein Traditionsbetrieb in Freistadt. Als ehemalige Brauerei legt man dort Wert auf Biertradition, und es gibt zahlreiche Biersorten zur Verkostung. Wer es rustikaler mag, dem sei der Campingplatz (2) empfohlen.
Essen
An Gelegenheiten, gut zu speisen, gibt es in Freistadt keinen Mangel. Zum Beispiel beim Stadtwirt (3), wo der Schwerpunkt auf typischen Mühlviertler Gerichten liegt. Einen besonders schönen Gastgarten am Stadtgraben hat das Gasthaus Vis a Vis (4) zu bieten.
Trinken
Wer auf einen Kaffee gehen will, kommt an der Traditionskonditorei Lubinger (5) nicht vorbei. Auch bei Nacht hat Freistadt – auch in der Innenstadt – einiges zu bieten. Zum Beispiel Foxi’s Schlosstaverne (6), die zum oberösterreichischen Bierlokal des Jahres 2011 gewählt wurde. Cocktails gibt es im Latino (7), wo auch spanische Speisen angeboten werden. Beide Lokale haben auch tagsüber geöffnet.
Einkaufen
Auch in Sachen Einkaufen empfiehlt es sich, in Freistadt mit offenen Augen durch die Innenstadt zu gehen. Kleine Ateliers, in denen selbstproduzierter Schmuck oder andere modische Accessoires angeboten werden, finden sich über die ganze Altstadt verteilt. Darüber hinaus bieten Mode- und Schuhgeschäfte im Stadtzentrum eine breite Auswahl. Als Beispiel sei Mode Chalupar (8) genannt, wo man sich – neben dem allgemeinen Angebot – auf Herrenbekleidung für den Hochzeitstag spezialisiert hat.
Freizeit
Um das Mühlviertler Schlossmuseum (9) kommt man bei einem Freistadt-Besuch nicht herum. Etwa 21.000 Exponate der Volkskultur, des Handwerks und der Stadtgeschichte aus acht Jahrhunderten sind hier ausgestellt. Die Spuren der Geschichte zeigt die Stadtführung, zum Beispiel die kostenlose Freitagsführung (13 Uhr, Treffpunkt im Schlosshof unter den Kastanienbäumen). Lohnend ist auch ein Blick in den Veranstaltungskalender, da im Kultur- und Veranstaltungszentrum Salzhof (10) oder in der Messehalle (11) immer etwas geboten wird.
Nicht vergessen: Suchan-Kaffee ist bereits über die Grenzen Freistadts hinaus in vieler Munde. Produziert wird er in der Kaffeerösterei Suchan (12), wo für Interessierte Schaurösten und Kaffeeverkostungen angeboten werden. Alle Sorten gibt es auch im gleichnamigen Café nebenan.
Handel machte Freistadt reich
Freistadt wurde am Beginn des 13. Jahrhunderts wahrscheinlich vom Babenberger Leopold VI. an einem wichtigen Nord-Süd-Handelsweg nahe der böhmischen Grenze angelegt und erhielt bei dieser Gründung Stadt- und Marktrechte. Der Handel mit Eisen und Salz, später mit Bier und Zwirn, und die Herstellung von Eisenwaren machten die Stadt reich. Der Wiederaufbau nach den Stadtbränden 1507 und 1516 prägen das Stadtbild; der mittelalterliche Stadtkern ist bis heute erhalten.
Die letzte Braucommune
Jeder Bürger der Stadt hatte seit 1363 das Recht, Bier zu brauen. 1525 gab es insgesamt zwölf Brauhäuser in der Stadt. Zwischen 1770 und 1780 wurde ein neues Brauhaus außerhalb der Innenstadt errichtet. Alle 149 Altstadt-Hausbesitzer wurden Mitglieder der Braucommune und sind es bis heute.
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