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Oberösterreich

Heinz Preiss

Preiss: "Musik ist mehr als ein sinnvolles Hobby"

Das Oberösterreichische Musikschul-Gesetz ist noch heute vorbildlich, sogar für die Europäische Union. Vorausgedacht und entwickelt hat es Professor Heinz Preiss, der mit seiner Familie in Kremsmünster lebt und obwohl er schon mehrere Jahre in Pension ist, gilt seine ganze Sorge einer sinnvollen Weiterführung der Musikausbildung in unserem Bundesland.

Heinz Preiss kam 1962 als Lehrer an die Musikschule Kremsmünster. Vier Jahre später hat er die Leitung derselben übernommen und bereits ein Jahr später hat er erste Reformen im damaligen Musikschulwesen Oberösterreichs angestrebt. 1973 hatte er im damaligen Landeshauptmann Josef Ratzenböck einen Verbündeten, der die Reformwünsche unterstützt und mitgetragen hat. "Musikausbildung für alle Menschen und nicht nur für Privilegierte", war und ist die oberste Prämisse für Heinz Preiss.

"Eine umfassende Musikausbildung kostet Geld, das war vom Anfang an klar, aber die Investition rechnet sich", betont Preiss.

Musik ist eine schöpferische Tätigkeit und wer einmal diese Erkenntnis gewonnen hat, kann diese in jedem anderen Beruf einsetzen. Musiker sind Mitarbeiter, die Teamgeist, Leistungsbewusstsein, Verlässlichkeit gelernt haben und diese Fähigkeiten auch in anderen Berufen einbringen. Der geistige Vater des oberösterreichischen Musikschulwesens, wie wir es heute kennen, spricht von einer Art geistiger Umwegrentabilität die im wirtschaftlichen Leben nicht unterschätzt werden sollte.

Sehr viele Eltern erkennen den erzieherischen Wert einer Musikausbildung, die weit über eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung hinausreicht.

Für besonders talentierte Schüler kann Musik auch ein Beruf werden, und wenn die Wiener Philharmoniker das Bundesland Oberösterreich als den größten Lieferanten an hochwertigen, erstklassigen Musikern bezeichnen, dann ist das mehr als nur eine Ehre für unser Land und vor allem zurückzuführen auf die weitsichtigen Reformen von Heinz Preiss.

Heinz Preiss

Geboren 1942 in Linz - kaufmännische Ausbildung, Studium Konzertfach Klavier, Opernschule, Orchesterdirigieren, Kirchenmusik, diverse Hochschulkurse, seit 1962 an der Musikschule Kremsmünster. Ab 1966 Leiter in Kremsmünster; 1968 Heirat mit Rotraud Sommer, drei Kinder, ab 1970 erste Reformen im Musikschulwesen, 1977 Landtag beschließt ein Musikschulgesetz, Pension seit 1. 11. 2000

Gute und schlechte Musik: Für mich gibt es nur gute Musik - höchstens schlechte Interpretation.

Musikalität: eine Gabe, ein Talent sich auszudrücken

Lieblingskomponist: Wolfgang A. Mozart

Musikkonserve: zum Festhalten, Dokumentieren wichtig, ersetzt aber niemals Livemusik

Kulturpolitik: wichtiger denn je! Es kann nicht alles dem Materialismus untergeordnet werden.

Musikland Österreich: Image besser als die Wirklichkeit

Drei Dinge auf einer einsamen Insel: "Der kleine Prinz" von A. de Saint Exupéry, eine CD: "Schubertsonaten mit Paul Badura-Skoda" und ein gutes Tröpferl aus der Stiftskellerei Kremsmünster

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Artikel 11. Dezember 2006 - 00:00 Uhr
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