Das Neurologische Therapiezentrum Gmundnerberg (NTG) ist bereits seit fünf Wochen in Betrieb, doch gestern fand die offizielle Eröffnung statt. 28,8 Millionen Euro haben der VAMED-Konzern und die Raiffeisenlandesbank gemeinsam investiert, um aus dem alten Krankenhaus eine moderne neurologische Therapieeinrichtung mit 156 Betten zu machen.
Altmünster profitiertAm Gmundnerberg werden Patienten mit Gefäßerkrankungen, Multipler Sklerose, Gehirn- oder Rückenmarksverletzungen und anderen neurologischen Leiden umfassend nachbehandelt. Ziel ist es, den Menschen eine weitgehend eigenständige Lebensführung zu ermöglichen. Bei ihrer Entlassung erhalten sie deshalb auch umfassende Therapiepläne für zuhause.
Altmünster und die Region profitieren in mehrfacher Hinsicht vom NTG. Rund ein Drittel der Wertschöpfung beim Umbau blieb direkt im Bezirk Gmunden. Zudem finden in der neuen Einrichtung 140 Menschen Arbeit.
Nicht nur aus diesem Grund zeigte sich VP-Landeshauptmann Josef Pühringer gestern bei der Eröffnungsfeier zufrieden. „Wir haben mit dem NTG eine optimale Nachnutzung für das ehemalige LKH gefunden“, sagte er. „Das Therapiezentrum Gmundnerberg schließt zudem eine wichtige Lücke in der oberösterreichischen Gesundheitslandschaft.“ Während Patienten mit neurologischem Rehabilitationsbedarf bisher oft nur in anderen Bundesländern oder in Bayern behandelt werden konnten, gibt es nun auch genug Betten in Oberösterreich.
Die malerische Lage am Gmundnerberg ist dabei durchaus ein Teil des Konzepts. „Der Blick auf die Bergwelt des Salzkammerguts stellt eine ideale Bedingung für die Genesung unserer Patienten dar und fördert ihre Motivation“, sagte Ernst Wastler, Generaldirektor der VAMED AG, gestern bei der Eröffnungsfeier.
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