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Staatsanwaltschaft zu Tunnelunfall: „Es wird absolut nichts vertuscht“

EBENSEE. Zwölf Tage nach dem fürchterlichen Unfall auf der B145 im Bartelkreuztunnel nahe Ebensee, bei dem zwei Menschen starben, liegt der Fall weiterhin bei der Staats-anwaltschaft in Wels.

Wie berichtet, wurden am Abend des 7. August die beiden Ebenseer Günther Lemmerer (67) und Oliver Hörzing (43) getötet, als der vom 50-jährigen Gmundner Michael U. gelenkte Wagen, in dem sich Hörzing als Beifahrer befunden hatte, frontal mit dem entgegenkommenden Klein-Lieferwagen Lemmerers zusammenprallte.

Der Fall liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft Wels. Deren Sprecher, Christian Hubmer, sagte gestern im Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten: „Es sind die Überwachungsvideos vom Tunnel sichergestellt worden, es sind die Autos angeschaut worden durch einen Sachverständigen. Der Sachverständige rekonstruiert auch den Unfall mit den Ergebnissen der Fahrzeuge-Befundaufnahme und mit den Videos, die vorhanden sind. Ich habe am Dienstag mit ihm telefoniert, er hat zugesichert, in spätestens ein bis zwei Wochen das Gutachten vorzulegen. Dann kann man etwas zum Unfallhergang sagen.“

Hubmer wies entschieden Gerüchte zurück, in denen von Vertuschung die Rede ist: „Das geht schlichtweg nicht von einem Tag auf den anderen. Da geht es ja um relevante Faktoren. Es sind die Geschwindigkeiten aus dem Video herauszurechnen, damit man das abschließend rechtlich beurteilen kann. Es wird absolut nichts vertuscht, es wird nichts unter den Tisch gekehrt.“

Blutprobe vom Unfalllenker

Dem überlebenden Michael U. war nach dem Unfall Blut abgenommen worden. Ein schriftliches Ergebnis liegt noch nicht vor. Hubmer: „Wie lange die Gutachtenerstellung für das Blut dauert, kann ich nicht sagen, aber dann wäre zumindest der Unfallhergang als solcher einmal rekonstruierbar. Die Blutprobe ist derzeit noch bei der Auswertung. Und solange kein schriftliches Gutachten vorliegt, kann man dazu keine Stellungnahme abgeben.“

Kommentare
Artikel 19. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Gary Sperrer
Bild vergrößern Staatsanwaltschaft zu Tunnelunfall: „Es wird absolut nichts vertuscht“

Bei dem Frontalzusammenstoß im Bartelkreuztunnel am 7. August wurden zwei Ebenseer tödlich verletzt.  Bild: salzi.at