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ÖGB warnt vor Euphorie: Keine Entspannung am Arbeitsmarkt

VÖCKLABRUCK. Der Gewerkschaftsbund kann sich den jüngsten positiven Meldungen vom Arbeitsmarkt noch nicht anschließen. Es gebe zwar positive Anzeichen, so ÖGB-Regionalsekretär Frederik Schmidsberger, der jedoch den leichten Rückgang der Arbeitslosenquote relativiert.

„Wir haben derzeit knapp 2500 Arbeitslose im Bezirk Vöcklabruck gemeldet. Dazu kommen noch rund 800 Menschen, die sich in Schulungen befinden. Das bedeutet, dass derzeit im Bezirk fast 3300 Menschen ohne Arbeit sind. Das ist gegenüber dem Sommer 2008 beinahe eine Verdoppelung.“ Dazu komme, dass viele Arbeitnehmer von den ersten positiven Anzeichen in den Betrieben noch nicht profitieren. Vielerorts müssen nach wie vor Gehaltseinbußen und Lohnverzicht hingenommen werden. Das kritisiert auch ÖGB-Regionalvorsitzender Gerhard Störinger: „Leider geht es den Arbeitnehmern in den Betrieben oft gleich wie bei den Benzinpreisen an den Tankstellen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten werden sofort über Kurzarbeit, Lohnverzicht oder das Verlangen von unbezahlten Überstunden an die Arbeitnehmer weitergegeben. Wenn sich dann die Ertragslage der Unternehmen wieder verbessert, wird die positive Entwicklung jedoch nur sehr zögerlich, wenn überhaupt, an die Arbeitnehmer weitergegeben.“

Auch ist zu bemerken, dass die Leiharbeit nach der Krise in vielen Betrieben wieder stark zunimmt. Um eine positive Entwicklung im Bezirk sicherzustellen, fordern Störinger und Schmidsberger Initiativen für den Bezirk Vöcklabruck ein. Unter anderem setzten sie sich für eine bauliche Verbesserung der Leiner-Kreuzung ein. Denn mit der Eröffnung der Varena werden dort Staus befürchtet. Sollte sich das bewahrheiten, so sei die Politik dringend gefordert, einzugreifen. Der positive Effekt, den sich alle von der Varena erhoffen, könnte sonst ins Gegenteil umschlagen. Zudem sei in den nächsten Jahren zu befürchten, dass durch die leeren Kassen in Bund, Ländern und Gemeinden viele öffentliche Aufträge für regionale Unternehmen ausbleiben werden.

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zum Teil Recht geben · von metschertom (615) · 12.08.2010 06:36 Uhr

Was Lohnkürzungen oder Kurzarbeit anbelangt muss ich der Gewerkschaft recht geben. Das Problem in den Betrieben ist das Wort "Gewinnmaximierung" in Verbindung mit Betriebsleitern oder Chefs die von den (Hoch)-Schulen kommen und sich gebärden wie Diktatoren, Sozialleistungen streichen, Verwaltungsapparat aufblähen ("in der Verwaltung liegt die Wertschöpfung!?") und sich nebenbei noch die Taschen vollstopfen. Aber liebe Freunde von der Gewerkschaft - die Leinerkreuzung hat mit all dem nichts zu tun!

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Artikel 12. August 2010 - 00:04 Uhr
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ÖGB relativiert positive Meldungen vom Arbeitsmarkt: Noch sind 3300 Menschen im Bezirk Vöcklabruck arbeitslos.  Bild: Weihbold

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