Es ist schon beachtlich, was die Veranstalter des Festivals heuer zum sechsten Mal auf die Beine stellen werden: 20 Bands auf der einen, DJs auf einer zweiten Bühne, dazu Kleinkunst und Info-Stände verschiedener NGOs (nichtstaatliche Organisationen). „Es ist heuer das sechste und letzte Festival“, sagt Projektleiter Reinhold Seyfriedsberger. Und: „Es ist Zeit für neue Ideen.“ Zu diesen gehören unter anderem das Freie Radio sowie ein Projekt für das Festival der Regionen 2011.
Dass das Wald- und Burgareal heuer als Veranstaltungsort nicht mehr in Frage kommt, sieht Seyfriedsberger gelassen. Man habe Verständnis für die Maßnahmen der Behörde. Ändern soll sich am Festivalcharakter, das wieder unter besonderen ökologischen Gesichtspunkten organisiert wird, aber auch heuer nichts. Insgesamt rund 3500 Besucher werden von 26. bis 28. August erwartet.
„Nicht alle Mittel heiligen den Zweck“, lässt Karl Dannbauer keinen Zweifel offen, dass Sicherheit an erster Stelle steht. Der Oberamtsrat der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck führt mehrere Gründe für eine Untersagung der Burg als Veranstaltungsort an. „Von der Baulichkeit her ist die Altwartenburg eine Ruine ohne entsprechende Fluchtmöglichkeiten. Und für den angrenzenden Wald gibt es keine forstrechtlichen Genehmigungen.“ Darüber hinaus bestünden seitens der Einsatzorganisationen erhebliche Sicherheitsbedenken, so Dannbauer im OÖN-Gespräch. Und dass man im Bezirk Vöcklabruck so hohe Sicherheitsstandards pflege, sei letztlich auch ein Schutz für den Veranstalter.
Besonders erfreut ist Dannbauer auch über die Einsicht der Veranstalter des „Bock Ma’s“. Wenn nun die Wiese oberhalb der Burg als Veranstaltungsfläche genutzt werde, sei dies wohl ein guter Kompromiss für eine gute Sache, so der Sicherheitsexperte.
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