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RAG sucht Öl in zwölf Gemeinden zwischen Attersee und Traunsee

Von Von Gary Sperrer, 14. Mai 2010, 00:04 Uhr
RAG sucht Öl in zwölf Gemeinden zwischen Attersee und Traunsee
Im Idealfall das profitable Ende aller Bemühungen: eine Pumpe zur Förderung von Rohöl aus dem Untergrund. Bild: Weihbold

SCHÖRFLING. Innerhalb eines 225 Quadratkilometer umfassenden Areals in insgesamt zwölf Gemeinden zwischen Attersee und Traunsee sucht derzeit die Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) nach neuen Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten.

Die Arbeiten, die bis Oktober dieses Jahres dauern, werden mit modernsten technischen Methoden durchgeführt. Das Truppbüro wurde in Schörfling am Attersee eingerichtet. Seit Dienstag werden Kabel ausgelegt, in zwei Wochen beginnt die heiße Phase.

Gesucht wird in den Gemeinden Aurach, Gampern, Lenzing, Regau, Schörfling, Seewalchen, Steinbach und Weyregg (Bezirk Vöcklabruck) sowie Altmünster, Ohlsdorf, Pinsdorf und Traunkirchen (Bezirk Gmunden).

„Zur Anwendung kommt der neueste Stand der Technik, die sogenannte 3D-Seismik“, sagt RAG-Pressesprecherin Elisabeth Kolm. Die Arbeiten würden vorwiegend im Gelände durchgeführt.

„Auf den in Anspruch genommenen Grundstücken werden für einen gewissen Zeitraum Kabel mit sogenannten Geophonen ausgelegt, ehe dann die im Dreierpack arbeitenden Rüttelfahrzeuge Schallwellen in den Untergrund aussenden“, so Kolm. Die Vibrationsfahrzeuge seien lärmgedämmt.

Dank dieser High-Tech-Methode und der Unterstützung von Hochleistungsrechnern können komplexe geologische Strukturen des Alpenvorlandes und somit die durch die Natur entstandenen Lagerstätten erkannt werden. Kolm: „Mit dieser Technik wurden in den vergangenen Jahren schon mehrere Lagerstätten gefunden, wie zum Beispiel die Gaslagerstätte Haidach im Grenzgebiet von Oberösterreich zu Salzburg, die nach der Förderung von Erdgas nun seit einigen Jahren als zweitgrößter Erdgasspeicher Mitteleuropas genutzt wird.“

Mit der Durchführung der 3D-Seismik sei von der RAG – wie bei mehreren Projekten davor – die deutsche Firma DMT beauftragt worden. An den Messarbeiten sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Datenanalyse dieser 3D-Seismik ist übrigens keine Angelegenheit von heute auf morgen: Sie wird zwei Jahre in Anspruch nehmen.

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