ePaper | 
Anmelden
 |  A A A

 
Linz  3°C ·  Freistadt  1°C ·  mehr Wetter »
Oberösterreich  > Salzkammergut

„Christen“ treten im Wahlkampf gegen Schwule und Moslems auf

Bild vergrößern „Christen“ treten im Wahlkampf gegen Schwule und Moslems auf

Nicht mit Gemeindethemen, sondern mit gesellschaftlich-ideologischen Fragen wollen „Die Christen“ in Atzbach punkten.   Bild: gh, privat

ATZBACH. Christliche Werte will Daniel Dragomir in die Politik bringen. Und so sieht seine Vision für Atzbach aus: „Es darf keine Schwulen in der Gemeinde geben!“ Außerdem will er sich gegen zu viele Moslems einsetzen.

Seit dreieinhalb Jahren lebt Daniel Dragomir (38) in Atzbach. „Es gibt eine große Unzufriedenheit mit der Politik hier“, sagt der Arbeiter. Daher hat er sich entschlossen, mit der Partei „Die Christen“ bei der Gemeinderatswahl anzutreten. „Wir sind eine Herde Lämmer, umkreist von Wölfen und Hyänen“, schildert Dragomir. Dennoch ist er optimistisch, den Einzug in die Gemeindestube zu schaffen.

„Die Christen“ setzen sich allgemein für den Schutz des Lebens ein. Der Atzbacher Kandidat hat zwei Schwerpunkte herausgepickt: „Es darf keine Schwulen geben in der Gemeinde“, sagt Dragomir, „das werde ich mit ganzer Kraft bekämpfen.“ Natürlich ist ihm daher die Homo-Ehe ein Dorn im Auge. Als Gemeinderat will er sich außerdem gegen ein Überhandnehmen von Moslems einsetzen. Er verbinde das islamische System mit Diktatur und Armut.

Sein Antreten in der Gemeindepolitik betrachtet er nicht als Kampf gegen den Bürgermeister. „Es ist eine Reaktion auf den politischen Kurs der ÖVP“, betont der aus Rumänien stammende Arbeiter.

Bürgermeister Berthold Reiter (VP) akzeptiert die Kandidatur der Christen-Liste, fügt aber hinzu: „Wir sind auch keine Unchristen!“ Dass im Wahlkampf Schwule und Moslems plötzlich zum Thema werden, verwundert Reiter aber schon. „Wir sind keine Insel der Seligen, aber haben damit keine Probleme in Atzbach.“

0 Kommentare

Weitere Artikel aus Salzkammergut
Chinas Gier nach Altpapier belastet die Papierfabrik UPM Steyrermühl
STEYRERMÜHL. Die heimische Papierindustrie leidet nicht nur an der Wirtschaftskrise, sondern auch an einem Engpass beim Altpapier. Ein Grund dafür ist die Globalisierung: Europäisches Altpapier wird massenhaft nach China transportiert.   mehr mehr
AK-Berater über die Opfer der Krise: Verzweifelt und ohne Perspektive
VÖCKLABRUCK. Die Berater der Arbeiterkammer sind tagtäglich mit massiver Verzweiflung und Perspektivenlosigkeit konfrontiert. Im Bezirk sind fast 5000 Menschen ohne Job – sie sind das Gesicht der Krise.   mehr mehr
Rupert Hödlmoser mit neuem Team ist heuer am Sprung zum Rad-Profi
ST. GILGEN. Der 22-jährige Radfahrer Rupert Hödlmoser möchte heuer seinem Ziel, Profi zu werden, ein Stück näherkommen. Das will er mit dem Linzer „Stevens Cycling Team“ schaffen.   mehr mehr
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
Zuletzt kommentiert    mehr »
  • @Robson - Und genau das ist der Unterschied,
    von Austria, 15.03.2010 01:03 Uhr
    Kein Österreicher will Ihnen Pizza, Kebab und Souflaki verbieten. Umgekehrt wollen die seit neuestem...
  • Grandioses Österreich!
    von GunterKoeberl-Marthyn, 15.03.2010 00:43 Uhr
    Wenn man mit "Zivilcourage" an eine Arbeit geht, bekommt man in Österreich Unterstützung und werden...
  • selber schuld
    von sonne-licht, 15.03.2010 00:18 Uhr
    warum unterstützt auch den ORF mit eurer GIS-Gebühr! wanns ein bisserl mehr...
  • Zeitung der Meinungsträger
    von cicero, 15.03.2010 00:17 Uhr
    Meinungsträger lesen keine Massenblätter. Presse Salzburger Nachrichten Standard Neue Zürcher...
  • In der Dublin Causa:
    von GunterKoeberl-Marthyn, 15.03.2010 00:09 Uhr
    darf ich den Kindesvater Florim am 25. März beim Bezirksgericht vertreten und ich werde um sein...
  • Der Wähler sieht rot !
    von cicero, 14.03.2010 23:58 Uhr
    Der Wähler ist nicht dumm, läßt sich nicht für blöd verkaufen. Nadelstreifsozialisten und voest...
 
 
 
Anzeigen:  Karriere · Immobilien · Motormarkt · Reisemarkt · Servicemarkt · Anzeigen A-Z · Kontakte · Trauer · Glückwünsche · Inserieren