Die tatsächliche Reihung der VP-Landtagskandidaten nimmt der oberösterreichische Landesparteivorstand vor. Dem Bezirk obliegt es, eine Vorschlagsliste nach Linz zu schicken
Beim Bezirkswahlkonvent, der zu diesem Zweck am Mittwoch stattfand, kam es zu einer Überraschung: Johannes Hörtenhuber, Vorchdorfer Bezirksobmann der Jungen VP, erhielt mehr Stimmen als der erfahrene Landtagsabgeordnete Josef Steinkogler und verdrängte diesen auf den vierten Rang. Vor ihm liegen Landtagsabgeordnete Martina Pühringer und Bezirksobmann Hannes Peinsteiner.
Da Peinsteiner sein Bundesratsmandat in Wien weiter ausüben will, und der Bezirk voraussichtlich zwei VP-Landtagsmandate bekommt, wären nach der Logik des Konvents Pühringer und der erst 26-jährige Hörtenhuber die Spitzenkandidaten. „Die Entscheidung liegt nun bei der Landespartei“, sagt Steinkogler. „Ich bin aber optimistisch, dass ich den Bezirk weiter im Landtag vertreten darf.“
Sein Kontrahent dürfte im Bezirk aber über starken Rückhalt verfügen. Nur 23 der 250 anwesenden Konventsmitglieder waren aus der JVP. Dass er dennoch mehr Stimmen als Steinkogler erhielt, zeigt, dass weite Teile der Partei Hoffnungen in ihn setzen. An Selbstvertrauen mangelt es ihm jedenfalls nicht. „Ich möchte die Jugend im Landtag vertreten“, sagt er. Und auch in seiner Heimatgemeinde Vorchdorf will Hörtenhuber (der beruflich bei der Landwirtschaftskammer Wels beschäftigt ist) ab Herbst mitmischen. Am 27. September wird er vermutlich in den Gemeinderat einziehen.
Da kann man dem Jungen nur alles Gute wünschen - die Landwirtschaft wird über den "Arbeitnehmervertreter" obsiegen - Man muss sich fragen, was hat eigentlich Steinkogler die letzten Jahre gemacht?
Grundsätzlich muss aber hinterfragt werden wozu wir seit dem EU-Beitritt die 9 Landesgesetzgebungen überhaupt noch brauchen, wo doch 80% der Gesetzte von der EU vorgegeben werden.
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