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Vor den neuen Zuggarnituren befahren Seifenkisten die Schienen

GMUNDEN. Im April findet in Gmunden ein Downrail-Bewerb für Seifenkisten-Konstrukteure statt.

Straßenbahn Gmunden

Kritiker munkeln, bei eisigen Verhältnissen käme der neue Zug (hier eine Fotomontage) auf der steilen Straßenbahnstrecke ins Rutschen.   Bild: (Stern & Hafferl)

Als vor einigen Wochen der schwere Frost einsetzte, versagten einige der neuen Tramlink-Zuggarnituren von Stern & Hafferl ihren Dienst. Das Problem ließ sich rasch lösen und wurde als Kinderkrankheit eingestuft.
Jetzt streuen die Straßenbahngegner Gerüchte, die von einem viel gravierenderen Problem berichten. Der Grund, warum die neuen Züge noch immer nicht im Straßenbahnverkehr eingesetzt würden, so heißt es, liege darin, dass sie zu schwer für die steile Strecke in Gmunden seien. Bei eisigen Verhältnissen sollen sie sich nicht mehr richtig bremsen lassen, wird gemunkelt.

Haltloses Gerücht

"Wer das behauptet, hat von Physik keine Ahnung", sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der "Stern & Hafferl"-Verkehrssparte. "Mit steigendem Gewicht steigt ja auch die Bremsreibung zwischen Schiene und Rädern." Im Übrigen habe man auch eine rote Leihgarnitur der Innsbrucker Verkehrsbetriebe problemlos auf der zehn Prozent steilen Straßenbahnstrecke eingesetzt – und dieser Zug hatte eine ähnlich hohe Masse wie der Tramlink.
Tatsächlich sollte bereits vor Monaten eine Tramlink-Garnitur ins Gmundner Stadtzentrum überstellt werden, um sie auf der Straßenbahnstrecke behördlich abnehmen zu lassen. Doch der Transfer auf einem Lkw-Tieflader von Vorchdorf zum Gmundner Bahnhof verzögerte sich aus rechtlichen Gründen und wurde jetzt wegen der winterlichen Straßenverhältnisse überhaupt auf März verschoben. "Der Zug kann ohnehin nur einige Monate hier bleiben, weil wir zur Wartung unsere Werkstatt in Vorchdorf brauchen", sagt Neumann.

Skurrile Schienenwettfahrt

Schienenfahrzeuge ganz anderer Art sind indessen am 28. April bei der 1. Gmundner Downhill Challenge zu bestaunen. Es handelt sich um ein Seifenkistenrennen, das eine Gruppe humorbegabter Leute rund um den Gmundner Keramiker Martin Kunze organisiert. Die Teilnehmer starten mit selbst gebauten Fahrzeugen am oberen Ende der Kuferzeile und müssen aus dem Gefälle möglichst viel Schwung herausholen. "Es geht aber nicht darum, wer am schnellsten an der Esplanade ist, sondern wer dort am weitesten rollt", sagt Kunze. Auf die Sieger warten Einkaufsgutscheine.

Details zur Veranstaltung und Teilnahmebedingungen sind auf der Website www.downrailchallenge.jimdo.com nachzulesen.

Downrail

Eine erste Seifenkisten-Testfahrt fand heimlich bereits statt.  

 

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Artikel Edmund Brandner 26. Januar 2017 - 03:12 Uhr
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