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Vöcklabrucker Bürgermeister sperrt illegalen Gebetsraum

VÖCKLABRUCK. Bürgermeister Herbert Brunsteiner (VP) hat dem bosnisch-österreichischen Kulturverein die Benutzung des Gebetsraumes untersagt. "Der Gebetsraum wurde weder baurechtlich verhandelt noch bewilligt", bestätigt er den OÖNachrichten. Er habe den Verein aufgefordert, bis Mitte Jänner um eine Baubewilligung anzusuchen.

Vöcklabrucker Bürgermeister sperrt illegalen Gebetsraum der Bosnier

Der Gebetsraum im Obergeschoß wurde gesperrt, weil der bosnisch-österreichische Kulturverein dafür illegale Umbauten gemacht hat. Bild: gh

Ob diese aber überhaupt erteilt werden kann, ist umstritten: "Möglicherweise ist die Nutzung als Gebetsraum im Mischbaugebiet nicht zulässig", sagt Brunsteiner. Das müssten in der Folge Sachverständige klären. Die Vertreter des Vereins hätten sich einsichtig und kooperativ gezeigt, berichtet der Vöcklabrucker Bürgermeister. "Sie wollen nichts Widerrechtliches machen."

Sollte der Kulturverein um die nachträgliche Genehmigung illegaler Umbauten ansuchen, werden die Anrainer dies "tiefgründig prüfen" lassen, kündigt Johann Hüthmair an. Der Sprecher der Anrainer wirft der Politik vor, "blauäugig und lasch" gehandelt zu haben: "Seit zwei Jahren ist die Unverträglichkeit bekannt, die nächtliche Betriebszeit und die Lärmbelästigungen stellen sich als wesentlich gravierender dar, als von den Bosniern vor zwei Jahren schöngeredet."

Massive Beschwerden

Während des Ramadans, des Fastenmonats der Muslime, hat es heuer im Sommer massive Beschwerden der Anrainer gegeben. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 300 Menschen da gewesen, berichtet Hüthmair. Da der Kulturverein nur über ein paar Stellflächen verfügt, war die ganze Umgebung zugeparkt.

"Die Feiern begannen ab 21.30 Uhr und dauerten bis weit in die Nacht, zum Teil bis halb vier Uhr früh", schilderte ein Nachbar. Laut schlagende Autotüren, Unterhaltungen und lautstarke Verabschiedungen waren die Folge. Die Anrainer werden jetzt beobachten, was im Kulturverein läuft, und den Vereinsbetrieb dokumentieren, kündigt Hüthmair an.

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Artikel Gerhard Hüttner 12. Dezember 2013 - 04:37 Uhr
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