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"Verborgene Höhle" in der Hohen Schrott nimmt kein Ende

BAD ISCHL. Bereits mehr als 20 Kilometer der Höhle in der Hohen Schrott konnten vermessen werden.

"Verborgene Höhle" nimmt kein Ende Forscher dringen immer weiter vor

Die Abseilstrecken sind bis zu 80 Meter lang. Bild: OÖN/Tenreiter

Mit 20,6 exakt vermessenen Kilometern zählt die Verborgene Höhle im Inneren der Hohen Schrott bereits jetzt zu den 18 längsten Höhlen in Österreich und zu den fünf längsten des Toten Gebirges. Doch obwohl Höhlenforscher in diesem Sommer wieder ein Stück weiter eindrangen, um das System zu vermessen, zeichnet sich noch kein Ende ab. "Ein Ende der Gänge und Schächte ist noch nicht in Sicht", sagt der Bad Ischler Höhlenforscher Clemens Tenreiter vom Verein für Höhlenkunde in Oberösterreich.

Die Eingänge der Verborgenen Höhle liegen im Bereich der Langwandalm. Die Höhle erstreckt sich über mehrere Etagen und unterlagert dabei das Gebiet der Langwand bis hin zur Nestlergrube. Den Hauptteil des Systems bilden großzügige tropfsteingeschmückte Hauptgänge mit bis zu zehn Metern Durchmesser, an die kleinräumige Labyrinthe anschließen.

In diesem Jahr konnten die Mitglieder des Vereins für Höhlenkunde an die Forschungserfolge der letzten Jahren anknüpfen und ein sehr ausgedehntes und labyrinthisches Neuland erkunden. Dabei wird derzeit ein fast ausschließlich vertikales System von Schächten erforscht. Abseilstrecken von bis zu 80 Metern am Stück brechen hier in die Tiefe ab. Die Endpunkte der Höhle liegen bereits so weit von den Eingängen entfernt, dass für eine weitere Erforschung ein mehrstündiger Anmarschweg zurückzulegen ist. "Um überhaupt noch weiter in das System vordringen zu können, wird in Zukunft ein mehrtägiger Aufenthalt in der Höhle notwendig sein", sagt Tenreiter.

Höhlen-Pseudoskorpion

Die Höhlenforscher vermessen und dokumentieren jeden Meter in der Höhle. Sie erforschen dabei auch den Weg des Wassers. Schwer befahrbare Gangabschnitte machen sie durch Seile begehbar. Insgesamt haben sie auf diese Art bereits 1,5 Kilometer Seillänge zur Sicherung verbaut.

Auch auf seltene Lebensformen stoßen die Höhlenforscher: Im Vorjahr entdeckten sie einen Höhlen-Pseudoskorpion – ein rund 1,3 Zentimeter großes und fast blindes Spinnentier, das sich von kleineren Tieren ernährt. (ebra)

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Artikel 17. Juli 2017 - 05:23 Uhr
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