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Stadt sieht bei Umwidmung die Chance auf einen Kompromiss

VÖCKLABRUCK. Für die Widmung des bosniakischen Kulturzentrums im Unterstadtgries ist Grundlagenforschung zu ergänzen.

Stadt sieht bei Umwidmung die Chance auf Lösung, mit der alle leben können

Seit Jahren schwelt der Konflikt zwischen Stadt, Bosniaken und Anrainern ums Kulturzentrum im Unterstadtgries. Bild: gh

Fast zwei Stunden lang dauerte am Montagabend die Diskussion im Stadtsaal zwischen 100 Anrainern aus dem Unterstadtgries und Vertretern der Stadt über die geplante umstrittene Widmung für das "Bosniakisch-Österreichische Kultur- und Bildungszentrum". Bürgermeister Herbert Brunsteiners (VP) Bilanz fällt zufrieden ist: "Ich glaube, wir finden einen Weg, mit dem wir die Interessen der Anrainer und des Kulturzentrums wahren können."

Zur Erinnerung: Der Bosniakisch-Österreichische Kulturverein hat das ehemalige Wohlmuth-Lager im Unterstadtgries gekauft, um darin ein Kulturzentrum einzurichten. Nachdem die Stadt den Betrieb im Haus untersagt hat, hat der Verein eine Sonderwidmung für das Areal beantragt.

Chance auf Kompromiss?

Laut Brunsteiner denke man darüber nach, ob man die Widmung mit Einschränkungen versehen könne, was Lärm und Verkehr anbelange. In der zweiten Oktoberhälfte werde es weitere Gespräche geben. "Ich glaube, wir kriegen was zusammen", sieht Brunsteiner die Chance auf einen Kompromiss.

Konstruktiv hat auch Stadtrat Stefan Maier (SP) den Diskussionsabend erlebt. "Es wird nie jedem passen, aber wir werden eine Lösung zusammenbringen, mit der auch die Anrainer zufrieden sein können", ist er überzeugt.

Die Anrainer bewerten den Abend anders. Man habe den Eindruck, dass die Widmung durchgezogen werden soll und befürchtet, dass die Bewohner der Siedlung auf der Strecke bleiben. Sie haben gegen die Umwidmung einen Einspruch beim Stadtamt eingebracht, der von 130 Anrainern mit Unterschrift unterstützt wird. Sie werten es als Erfolg, dass die Stadt vom Land beauftragt worden ist, die Grundlagenforschung zu ergänzen. Insbesondere ist ein Lärmgutachten zu erstellen.

Unterdessen geht der Streit zwischen Bürgermeister und Bürgerinitiative Zivilcourage vor Gericht weiter: Brunsteiner hat wegen Kreditschädigung geklagt, die erste Verhandlung fand im August statt, sie wird am 12. Oktober im Bezirksgericht Vöcklabruck fortgesetzt. Auch das Landesverwaltungsgericht muss sich mit der Causa befassen: Ein Anrainer hat Beschwerde eingebracht, weil das Protokoll der ersten Präsentation der Umwidmung aus dem Jahr 2011 unter Verschluss gehalten werde.

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Artikel Gerhard Hüttner 13. September 2017 - 05:58 Uhr
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