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So geht es bei der Gmundner Großbaustelle weiter

GMUNDEN. Die Errichtung der Stadt-Regio-Tram geht in ihre finale Phase, in neun Monaten beginnt für die Stadt eine neue Ära.

So geht es bei der Gmundner Großbaustelle weiter

In den kommenden Wochen wird die nördliche Brückenhälfte zur Gänze abgerissen. Bild: ebra

Die Stadtgemeinde Gmunden lud Mittwochabend die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung über die letzte Phase der Bauarbeiten der Stadt-Regio-Tram (SRT). Hier die wichtigsten Fragen an die Verantwortlichen – und ihre Antworten.

 

1. Wie lange dauern die Bauarbeiten an der Stadt-Regio-Tram noch?

Rund neun Monate. Die Brücke wird Ende Juni 2018 für den Straßenverkehr freigegeben. Der Schienenkörper ist Ende Juli fertig. Ab Anfang August 2018 fährt die Stadt-Regio-Tram über die Traun bis Vorchdorf.

 

2. Kommt es bis dahin noch zu Schließungen der einspurig befahrbaren Brücke?

Ja, das ist weiterhin tageweise notwendig. Im Mai und Juni wegen des Vergusses der beiden Brückenhälften sechs Wochen lang.

 

3.  Was bedeuten die Brückensperren für die Einsatzkräfte?

Die Feuerwehr hat Einsatzfahrzeuge auf beiden Seiten der Traun stationiert. Die Rettung erreicht von der Rot-Kreuz-Stelle aus beide Stadtteile rasch. Nur die Stadtpolizei muss vom Trauntor aus einen weiten Umweg machen, um in den gegenüberliegenden Stadtteil Weyer zu gelangen.

 

4. Wann kommt das viel diskutierte neue Öffi-Verkehrskonzept?

Der Gemeinderat wird es nach Abschluss der Verhandlungen mit dem Land beschließen. Weil die neue Landesregierung ihre 49-prozentige Kostenbeteiligung am Citybus-Netz überraschend reduzierte, mussten die fast fertigen Planungen Gmundens über den Haufen geworfen werden.

 

5. Kommt es nun zu einer Reduktion des Citybus-Angebotes?

Dies will die Stadtgemeinde unbedingt vermeiden und verhandelt deshalb noch mit dem Land und dem Verkehrsverbund. Angedacht ist, überregionale Busse so einzutakten, dass sie ab der Gmundner Stadtgrenze als Citybusse unterwegs sind und für die Fahrgäste kein Unterschied bemerkbar ist.

 

6. Was wird sich für die Autofahrer in der Innenstadt verändern?

Zwischen Klosterplatz und Graben entsteht eine Begegnungszone mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Fußgänger, Radfahrer, öffentliche Verkehrsmittel und der Individualverkehr sind gleichberechtigt, was Autofahrer zu mehr Rücksichtnahme zwingt. Zudem können sich die Wagenführer der Stadt-Regio-Tram die Ampeln (Klosterplatz, Graben) bei der Durchfahrt auf Grün schalten. Straßenbahngegner befürchten lange Autokolonnen am Rand der Innenstadt. Die Befürworter gehen indessen davon aus, dass sich der Durchzugsverkehr mehr auf die Nordumfahrung verlagert. Zu einer Verkehrsberuhigung im Stadtzentrum kommt es in jedem Fall.

 

7. Was verändert sich ab August 2018 die Fußgänger in der Innenstadt?

Sie werden aufgewertet. Der Parkplatz und der Taxistand vor dem Rathaus werden aufgelassen, zwischen Museumsplatz und Esplanade entsteht eine durchgehende Fußgängerzone. Fußgänger dürfen Theater- und Kammerhofgasse überall überqueren. Dort, wo es sinnvoll ist, ermutigen niedrige Gehsteigkanten sogar dazu.

 

8. Stellt die Straßenbahn denn keine Gefahr für die Fußgänger dar?

Dies befürchten die Straßenbahngegner. Die Befürworter verweisen hingegen auf Städte, in denen Straßenbahnen sogar durch Fußgängerzonen fahren (wie etwa in Linz), ohne dass es vermehrt zu Unfällen kommt.

 

9. Wie wird künftig die Situation für die Radfahrer verbessert?

Auf beiden Seiten der neuen Traunbrücke entstehen Radwege. Wie die Radler durch die Innenstadt geleitet werden, steht dagegen noch nicht fest. Zur Diskussion stehen ein Radweg entlang des Seeufers und ein Mehrzweckstreifen auf der Straßenfahrbahn. Die Errichtung von Mehrzweckstreifen (wie in Laakirchen und Kirchham) ist über die Innenstadt hinaus bis zu den Grenzen zu den Nachbargemeinden geplant.

 

10. Warum entsteht auf der neuen Brücke kein Wetterschutz?

Weil die Brücke auf Verlangen der Wasserrechtsbehörde auf ein 200-jähriges Hochwasser ausgelegt werden muss, bei dem der Wasserspiegel die Brückenfahrbahn übersteigen würde. Ein Windschutz würde dann den Abfluss des Traunsees behindern. (Dies ist auch der Grund, warum das Brückengeländer mit einem Drahtnetz ausgeführt wurde.)

Die Stadtgemeinde will als Alternative aber eine generelle Straßenbahnfreifahrt zwischen Klosterplatz und Franz-Josef-Platz anbieten. Die Finanzierung der Gratisfahrten ist noch Gegenstand von Verhandlungen.

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Artikel Edmund Brandner 13. Oktober 2017 - 04:37 Uhr
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