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Radweg entlang Ischlerbahn-Trasse von Plomberg nach St. Gilgen ist auf Schiene

ST. LORENZ. Projekt soll bis 2016 umgesetzt sein und Impulse für Naherholung und Tourismus bringen.

Radweg entlang Ischlerbahn-Trasse von Plomberg nach St. Gilgen ist auf Schiene

Der Radweg an der alten Ischlerbahn-Trasse führt durch zwei Tunnels, die zu den Höhepunkten des idyllischen Weges gehören werden. Bild: ebra

Nach einem Jahr Vorarbeit sind die Weichen nun gestellt. Die alte Ischlerbahn-Trasse wird mit einem Radweg neu belebt: von Plomberg rechts einen Forstweg hinauf, durch zwei Tunnels durch bis nach Winkl und weiter nach St. Gilgen, wo der neue Radweg in den bestehenden und bis nach St. Wolfgang führenden Weg münden wird.

Der St. Lorenzer Bürgermeister Johannes Gaderer kann zurecht stolz sein auf das Projekt, das auf oberösterreichischer Seite unter seiner Federführung realisiert wird. "Wir erwarten uns einen Schub für die Naherholung und einen Impuls für den Tourismus", so Gaderer, auf den noch einiges an Arbeit bis zur Eröffnung zukommt. Grundablösen mit rund einem Dutzend an Grundbesitzern sind zu fixieren, die beiden Tunnels müssen geöffnet werden, die Brücken erneuert und die Trassen geschottert werden. Bei einem der Tunnel läuft noch ein Mietvertrag mit dem Bundesheer. Dieses hatte sich seinerzeit eingemietet, um darin die nach dem Spannocchi-Konzept der Raumverteidigung notwendigen Panzersperren über den Scharfling für den Ernstfall aufzubewahren.

Die Kosten auf oberösterreichischer Seite liegen bei 800.000 Euro, wobei die Hälfte vom Land getragen wird. Die zweite Hälfte wird durch eine Leader-Förderung und von Gemeinden und Tourismusverbänden aufgebracht. Gaderer will den neuen Radweg auch kulturell nutzen und in den Tunnels die Geschichte der Salzkammergutlokalbahn darstellen. "Wir haben die Absicht, das zu tun, haben aber noch keine konkrete Planung für die Realisierung."

Obwohl am Beginn etwas steiler, soll der Radweg auf weiterer Strecke für Familien bestens geeignet sein. 2016 soll er eröffnet werden und ein ähnlich hohes Interesse wie beim Klettersteig an der Drachenwand wird von den Projektbetreibern zurecht erwartet. Johannes Gaderer wird die Zeit bis zur Eröffnung voraussichtlich auch sportlich mit Radfahren nutzen, um bis zum Tag X in Hochform zu sein.

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Artikel Norbert Blaichinger 25. September 2014 - 00:04 Uhr
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