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Nach 50 Jahren Erfolgsgeschichte übergibt Hans Asamer das Lenkrad

OHLSDORF. 1959 kaufte sich der junge Ohlsdorfer Landwirt Hans Asamer einen alten Steyr-Lkw und wurde Schotterunternehmer. Anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums übergibt er das Ruder nun endgültig an seine Söhne.

Hans Asamer zieht sich aus dem Vorstand der Asamer Holding AG zurück und will künftig im Aufsichtsrat des Konzerns „nur noch dann mitreden, wenn ich gefragt werde“. Die Fäden ziehen damit seine Söhne Andreas (44), Kurt (46) und Manfred Asamer (47).

Die Bilanz des 73-jährigen Tycoons hat es in sich: Die Asamer Holding beschäftigt heute rund 5500 Mitarbeiter auf 154 Standorten in 19 Ländern. Etwa 500 Millionen Euro Jahresumsatz verzeichnet der Konzern derzeit. Rund die Hälfte davon entfällt auf den Kernbereich Schotter und Kies. 40 Prozent generiert die Zementproduktion. Der Rest entfällt auf Rand-sparten wie Immobilien oder Umwelttechnik.

In den vergangenen Jahren expandierte das Unternehmen stark, hauptsächlich in Osteuropa. „Dort spüren wir die Wirtschaftskrise jetzt besonders stark“, sagt Manfred Asamer. „Aber wir planen keine Stilllegungen, sondern sehen in der Krise eine Chance. Starke Unternehmen setzen sich jetzt durch. Wir haben den Vorteil, dass wir in Osteuropa in guten Zeiten viel Geld in die Modernisierungen alter Anlagen investierten. Die Mitbewerber müssen diesen Vorsprung nun mühsam aufholen.“ Mit Libyen habe der Industriekonzern zudem einen weiteren Zukunftsmarkt erschlossen.

Dass er in den vergangenen Jahren immer wieder ins Fadenkreuz der Medien und Umweltschützer geriet, sieht der scheidende Unternehmensgründer mittlerweile gelassen. „Die Grünen mussten sich profilieren“, sagt er. „Aber ihr Verdienst ist es, dass auch die anderen Parteien die Umwelt als Thema entdeckten.“ Laut Manfred Asamer ist die Zeit der großen Konflikte mittlerweile ohnehin Geschichte. „Die Kritiker verstehen uns heute besser, und auch wir Unternehmer wischen nicht jeden Einwand beiseite. Wir suchen den Dialog.“

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Artikel Von Edmund Brandner 21. September 2009 - 00:04 Uhr
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