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Musik macht die Kinder zu besseren Schülern

GSCHWANDT. Gschwandtner Volksschuldirektor Walter Kienesberger (61) erhielt den Titel "Professor".

Komponist und Lehrer: Musik macht die Kinder zu besseren Schülern

Komponist und Pädagoge Kienesberger bei seiner musikalischen Arbeit mit Volksschulkindern. Bild: Blaichinger

Seine Werke haben das Wiener Kammerorchester, das Tassilo-Quartett, das Bruckner Orchester oder das Radio-Symphonieorchester Wien aufgeführt – dennoch ist der Volksschuldirektor Walter Kienesberger (61) als zeitgenössischer Komponist nur Insidern ein Begriff. Jetzt wurde der Pädagoge und Komponist mit dem Titel "Professor" ausgezeichnet. "Das ist für mich Treibstoff, dass ich weitermachen kann", sagt Kienesberger im Gespräch mit den OÖNachrichten. "Ich habe noch viele Ideen, die noch ausgearbeitet gehören."

Musik berührt Menschen

Die Arbeit mit Kindern ist ihm ein Herzensanliegen. "Musik ist ein Werkzeug, dass sie sich als Menschen fühlen können, sie ermöglicht die Erlebnisse der Gemeinschaft", unterstreicht er die soziale Rolle der Musik. "Kinder mit Musikunterricht sind in allen Fächern besser", erzählt der Schulmeister aus seiner Erfahrung.

Kein Wunder daher, dass er einen Großteil seiner Komposition für die Kinder geschrieben hat – dazu zählen einfache Lieder ebenso wie Musicals, die er meist mit seiner eigenen Volksschule Gschwandt aufgeführt hat. "Wenn man spürt, wie Musik Menschen berühren kann, bekommt man Gänsehaut", erzählt der Gschwandtner. Dabei spiele es überhaupt keine Rolle, ob es sich bei der Musik um berühmte Symphoniker und um vier authentisch musizierende Kinder handle. Kienesberger will keine Leistungsschau, sondern mit der Musik die Zuhörer berühren. "Dann spürt man den Kosmos des Lebens."

Obwohl er familiär vorbelastet ist, ist Kienesberger relativ spät zur Musik gekommen. Mit dem Besuch des Musikgymnasiums Linz begann der 15-Jährige mit dem Klavierunterricht. Nach der Lehrerausbildung begann der das Kompositionsstudium am Bruckner-Konservatorium.

Sein Zugang zum Musikschreiben ist verschieden: Einmal inspiriert ein Text, dann kommt er über Improvisationen zu Melodien. Das Schreiben erfolgt althergebracht auf Papier, erst später überträgt er die Noten auf seinen Computer. Professor Kienesberger ist österreichweit in der Lehrer- und Chorleiterfortbildung im Einsatz. Wenn er als Pädagoge nächstes Jahr in Pension geht, hat er vielleicht Zeit, sich einen Wunsch zu erfüllen: Eine CD mit seinen Werken zu veröffentlichen.

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Artikel Gerhard Hüttner 03. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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