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Lostage für Betriebsansiedelungen

GSCHWANDT, GMUNDEN. Jetzt sollen es die Landesräte richten. Eine hochrangige Delegation aus Gmunden pilgert morgen nach Linz, um zwei Firmen in der Region zu halten.

Betriebsbaugebiet

Zwei Betriebsansiedelungen auf landwirtschaftlichen Gründen in Gschwandt stoßen auf Widerstand. Bild: Wodicka

Die Politiker und Wirtschaftsvertreter aus dem Salzkammergut haben einen Termin bei FP-Straßenbaulandesrat Günther Steinkellner und VP-Wirtschaftslandesrat Michael Strugl. Man will die beiden davon überzeugen, die Ansiedelung der zwei Gmundner Betriebe Fural und Ideal Kältetechnik an der Ostumfahrung doch noch zu ermöglichen. Mit dabei sind neben den VP-Bürgermeistern Stefan Krapf (Gmunden) und Fritz Steindl (Gschwandt) FP-Politiker aus den zwei Gemeinden, Robert Oberfrank und Martin Ettinger (Wirtschaftskammer), Hans Kronberger (Inkoba-Vorsitzender) sowie die Geschäftsführer von Fural und Ideal Kältetechnik.

Wie die OÖN berichteten, regt sich in Gschwandt Widerstand gegen die Bauprojekte. Eine Anrainerin weigert sich, ein Grundstück zu verkaufen, das für die Errichtung einer Betriebszufahrt notwendig wäre.

Doch auch Experten in der Landesregierung legen sich quer. Es gab negative Stellungnahmen, was das Oberflächenwasser und den Naturschutz betrifft. Auch eine abgespeckte Betriebszufahrt wird in Linz sehr skeptisch gesehen, und die Umweltanwaltschaft äußerte sich ebenfalls negativ zum Projekt.

“Wir sind trotzdem davon überzeugt, dass es möglich ist, eine Kompromisslösung zu finden„, sagt Gmundens Bürgermeister Krapf. Dieser will unbedingt verhindern, dass die beiden Betriebe die Region verlassen. „Da geht es nicht um irgendwelche abstrakten wirtschaftlichen Interessen, sondern um 320 Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren könnten“, so Krapf. „Da sind 320 Familien betroffen.“ Außerdem seien beide Betriebe aufgrund ihres wirtschaftlichen Erfolgs expansiv. „Da würden noch weitere Arbeitsplätze entstehen.“

Laut Angaben der beiden Unternehmen gäbe es in der Region sonst keine geeigneten Betriebsansiedelungsgebiete. Man habe acht Areale geprüft und keines für geeignet befunden. Kritiker wie Clemens Stammler, Obmann der Grünen Bauern, bezweifeln dieses Argument.

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Artikel Edmund Brandner 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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