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Kritik an der neuen Kindergartengebühr reißt nicht ab

EBENSEE. Vizebürgermeisterin Franziska Zohner-Kienesberger übt Kritik an der neuen Gebühr für die Kindergarten-Nachmittagsbetreuung.

Stefan Kaineder (Grüne) und Franziska Zohner-Kienesberger (BÜFE)  Bild: ebra

Heftige Kritik an der neuen Gebühr für Nachmittagsbetreuung an Kindergärten übten die Ebenseer Vizebürgermeisterin Franziska Zohner-Kienesberger (BÜFE) und der Grüne Landtagsabgeordnete Stefan Kaineder bei einer Pressekonferenz.

In den Ebenseer Kindergärten sei nach Einführung der Gebühr ein Drittel der Kinder am Nachmittag abgemeldet worden, so Zohner-Kienesberger. Weil Ebensee eine finanzschwache Gemeinde sei, könne man Härten für Eltern finanziell nicht abfangen.

Doch die neue Gebühr schade nicht nur Familien, sondern auch den Gemeinden. Entgegen der Ankündigung der Landesregierung, dass die Gebühren die Kommunen finanziell entlasten, habe Ebensee jetzt weniger Geld für Kinderbetreuung als zuvor. Weil das Land die Förderungen für Kindergärten reduziert habe, fehlen der Gemeinde jetzt 22.000 Euro, die Pfarrkindergärten seien mit 10.000 Euro betroffen. „Die Rechnung des Landes geht sich nie aus“, so die Politikerin. „Diese Verordnung ist für uns ein reines Verlustgeschäft.“

„Für viele Eltern sind die Gebühren gar nicht das Problem“, sagt Stefan Kaineder. „Das Problem ist die Reduktion des Kinderbetreuungsangebotes. In 30 Gemeinden gibt es jetzt keine Nachmittagsbetreuung mehr.“

Sowohl Zohner-Kienesberger als auch Kaineder halten es für falsch, bei der Bildung zu sparen – denn Kindergärten seien Bildungseinrichtungen. „Wir haben einen Budgetüberschuss von 64 Millionen Euro und sparen elf Millionen bei den Kindern ein“, so Kaineder. „Das versteht keiner.“ (ebra)

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Artikel 09. Februar 2018 - 01:58 Uhr
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