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Gemeinsame Landesausstellung mit Kärnten über Pfahlbauten geplant

SALZKAMMERGUT. Die Gemeinden Attersee, Mondsee und Seewalchen denken an eine gemeinsame Landesausstellung mit der Kärntner Gemeinde Keutschach. Die Pfahlbauten dieser vier Gemeinden wurden heuer in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Gemeinsame Landesausstellung mit Kärnten über Pfahlbauten geplant

Urkunden für die vier Weltkulturerbe-Gemeinden Mondsee, Attersee, Seewalchen und Keutschach Bild: LPD/Josef Bodner

Die vier Weltkulturerbe-Gemeinden erhielten im „Schlossstadl“ am Keutschacher See die Welterbe-Urkunden. Die Bürgermeister Johann Reiter (Seewalchen), Walter Kastinger (Attersee), Karl Feurhuber (Mondsee) und Gerhard Oleschko (Keutschach) bekamen die Urkunden mit den Seeneigentümern (Familie Waechter, Mondsee; Messner, Keutschacher See; Bundesforste, Attersee).

Jutta Leskovar vom oö. Landesmuseum und Cyril Dworski vom „Kuratorium Pfahlbauten“ betonten, mit dieser Auszeichnung sei man auch Verpflichtungen eingegangen. Dies seien ein verbesserter Schutz der Funde und eine intensivierte Forschung, aber auch eine mitreißende Präsentation für die Bevölkerung. Die Pfahlbaureste in Österreich stammen aus der Jungsteinzeit beziehungsweise Bronzezeit und haben sich unter Wasser bis heute erhalten.

Die oö. Standortgemeinden der Welterbe-Pfahlbaustationen arbeiten bereits über das Leader-Programm zusammen. Bei einem ersten Workshop in Mondsee wurden Projektideen diskutiert. Am 16. November treffen sich die Aktivisten im Landesmuseum zu einer weiteren Fachrunde. Im Mittelpunkt dieses Gesprächs werden die für 2012 geplante regionale Pfahlbauausstellung und die gemeinsame Bewerbung für eine Landesausstellung im Jahr 2020 stehen.

Beim Welterbe-Festakt ging der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf die Idee einer gemeinsamen länderübergreifenden Landesausstellung mit den vier Pfahlbauten-Welterbegemeinden in Oberösterreich und Kärnten ein. „Die Funde in den Seen sollten in interessanten Baulichkeiten zugänglich gemacht werden. Mir ist es wichtig, dass bei einer solchen Ausstellung auch ein Bewusstsein für die Natur vermittelt wird.“ Auch die „Geschichte der Kargheit“ sollte laut Dörfler behandelt werden, „um in unserer Wegwerfgesellschaft zu zeigen, dass die Menschen in früheren Zeiten aus allem etwas machen mussten, um zu überleben.“

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Artikel 04. November 2011 - 00:04 Uhr
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