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Frankenmarkt: 208 EU-Bürger dürfen den neuen Bürgermeister mitwählen

FRANKENMARKT. Um 17 Uhr steht fest, wer gewonnen hat: Peter Zieher (VP) oder Hermann Köck (BLF).

Frankenmarkt: 208 EU-Bürger dürfen den neuen Bürgermeister mitwählen

Zieher (VP), Bild: privat

Im Schatten der Nationalratswahlen wird am Sonntag in der Marktgemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt: Es kandidieren Peter Zieher (VP) und Hermann Köck (Bürgerliste). Bei der Bürgermeister-Direktwahl dürfen auch die 208 EU-Bürger teilnehmen, weshalb es 2921 Wahlberechtigte gibt – bei der Nationalratswahl sind es 2725, weil hier nur zwölf EU-Bürger ihre Stimme abgeben dürfen.

Die Wahllokale haben in Frankenmarkt bis 15 Uhr geöffnet. Da bei der Auszählung der Stimmen die Nationalratswahl Vorrang hat, werde das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erst nach 17 Uhr vorliegen, schätzt Vizebürgermeister Helmut Wesenauer (VP), der derzeit die Amtsgeschäfte führt.

"Es hat keinen richtigen Wahlkampf gegeben", erklärt Zieher im OÖN-Gespräch. "Ich verstehe mich gut mit dem Gegenkandidaten." Der VP-Mann ist froh darüber, dass Köck zur Wahl antritt. "So ist es wirklich eine Wahl." Peter Zieher ist mit Hausbesuchen bis zum Schluss fleißig unterwegs. Die Stimmung schätzt er für sich ganz gut ein.

Als wahlwerbende Partei müsse man bereit sein, sich auch einer Wahl zu stellen, sagt Hermann Köck. Er sei erschüttert, dass weder die SPÖ noch die FPÖ einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufgestellt habe. "Da habe ich Angst um die Demokratie."

Auch der Bürgerlisten-Kandidat hat nur schaumgebremst wahlgekämpft. In einem Postwurf hat er den Wählerinnen und Wählern sich und seine Vorstellungen vom Amt präsentiert. Eine persönliche Rivalität mit dem VP-Kandidaten Zieher gebe es nicht, betont Köck. "Ich habe ein gutes Verhältnis mit Zieher." Beide arbeiten seit Jahren im Gemeindevorstand mit.

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Artikel Gerhard Hüttner 13. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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