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Ellmer fordert auch auf Pass Gschütt Transitverbot

GMUNDEN/BAD GOISERN. Die Diskussion um das Lkw-Transitverbot im Salzkammergut reißt nicht ab. Während die Wirtschaftskammer eine Lockerung der Regelung für heimische Betriebe fordert, schlägt Bad Goiserns SP-Bürgermeister Peter Ellmer eine Ausweitung des Transitverbots auch auf den Pass Gschütt vor.

Ellmer fordert auch auf Pass Gschütt Transitverbot

Der Pötschenpass in Goisern als Vorbild für den Pass Gschütt in Gosau Bild: ebra

Die Bürgerinitiative Lebensraum Salzkammergut wiederum zeigt serienweise Frächter an, die ihrer Meinung nach illegal durch das Salzkammergut fahren. Zudem fordert die Initiative, Holztransporte im Salzkammergut auf die Schiene zu verlagern.

Nachteil für heimische Betriebe

Aus Sicht von Gottfried Schrabacher, Gmundner Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, benachteiligt das seit 2011 geltende Transitverbot regionale Frächterbetriebe, die am Rand der Verbotszone angesiedelt sind und deshalb nicht als Ziel- und Quellverkehr vom Verbot ausgenommen sind. Sie sind oft zu langen Umwegen gezwungen. Schrabacher sieht darin nicht nur einen wirtschaftlichen Nachteil. Dieser Zustand sei auch umweltpolitisch bedenklich. Er fordert deshalb Ausnahmeregelungen für Betriebe im gesamten Bezirk Gmunden sowie im südlichen Bezirk Vöcklabruck.

Diese Forderung rief jedoch Bad Goiserns SP-Bürgermeister Peter Ellmer auf den Plan. „Ich bin für eine breite Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in dieser Frage, warne aber vor einer Aufweichung des geltenden Transitverbots, für das wir so lange gekämpft haben.“ In Goisern sei die Entlastung für die Anrainer deutlich zu spüren, seit die B145 für den Lkw-Durchzugsverkehr gesperrt sei. „Ich fordere deshalb eine Ausweitung des Transitverbots auch auf die B166. Denn auch dort sind viele Mautflüchtlinge unterwegs.“ Die B166 verbindet über den Pass Gschütt in Gosau Oberösterreich mit Salzburg.

70 Anzeigen gegen Holzfrächter

Die Bürgerinitiative Lebensraum Salzkammergut macht nach wie vor Jagd auf Frächter, die ihre Lkw illegal durch das Salzkammergut schicken, und legte in den vergangenen Wochen ihr Augenmerk verstärkt auf Holztransporte. „Wir haben den Behörden 70 Anzeigen übermittelt“, sagt Silvester Leitner, Obmann des Vereins.

Leitner spricht von einer „Lieferkette“ aus der Steiermark quer durch das Salzkammergut. „Es sind immer die gleichen Firmen. Die Behörde sollte überprüfen, ob hier ein systematischer Verstoß gegen das Transitverbot vorliegt.“

Die Bürgerinitiative fordert deshalb eine Verlagerung der Holztransporte auf die Bahn. „Die Holzverladestellen in der Steiermark sind vorhanden, es gibt eine Bahnlinie durch das Salzkammergut, und die Holzindustrie in Oberösterreich hat Bahnanschlüsse.“

Auch Bürgermeister Ellmer plädiert für eine intensivere Nutzung der Bahn. „Das Transitverbot gibt uns eine Verschnaufpause. Aber wenn der Verkehr weiterhin so stark zunimmt, stoßen wir spätestens in 20 Jahren an unsere Grenzen. Je früher wir umdenken, desto besser.“

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Artikel Edmund Brandner 14. Dezember 2012 - 00:04 Uhr
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