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Ein neuer Platz für älteste Holztreppe Europas

HALLSTATT. Die Arbeiten an der Großraumvitrine für die 2002 entdeckte Stiege machen Fortschritte.

Ein neuer Platz für älteste Holztreppe Europas im Salzbergwerk Hallstatt

Der 2002 entdeckte Sensationsfund wird nun 400 Meter unter Tage im Salzbergwerk Hallstatt neu aufgebaut. Bild: APA/BARBARA GINDL

Die älteste Holzstiege Europas wurde 2002 im prähistorischen Teil des Salzberges von Hallstatt gefunden. Nach jahrelanger Erforschung und der nun notwendig gewordenen Verlegung wird derzeit eine neue Schaustelle für die Stiege eingerichtet und diese den Besuchern der Salzwelten Hallstatt, des ältesten Salzbergwerks der Welt, zugänglich gemacht. 400 Meter unter Tage entsteht eine riesige Großraumvitrine, in der ab 29. Mai die 3000 Jahre alte und mehr als acht Meter lange, komplett erhaltene Holzkonstruktion zu besichtigen sein wird. Im Salzberg herrschen die besten Bedingungen für die weitere Erhaltung dieses archäologischen Sensationsfundes. Die rund 70 Einzelteile der Stiege werden aktuell auf feinen Salzstaub gebettet und genau so eingerichtet, wie sie bei der Entdeckung vorgefunden wurden.

Alle Einzelteile untersucht

Vor dem Zusammensetzen der Stiege wurden ihre verschiedenen Teile mit 3D-Laserscannern detailliert aufgenommen und genau beschrieben. In einem nächsten Schritt wurden die Stiegenteile am Institut für Holzforschung der Universität für Bodenkultur in Wien getrocknet. Bevor die Stiege nach Hallstatt zurückkam, wurden alle Teile im Computertomographen des Österreichischen Gießerei-Instituts weiter untersucht. Die Ergebnisse dieser aufwändigen Analysen und der archäologischen Untersuchungen von Wissenschaftern des NHM Wien im Salzberg Hallstatt sind die Grundlage für eine dreidimensionale Multivision rund um den bronzezeitlichen Hallstätter Bergbau, die im neuen "Bronzezeit-Kino" gezeigt werden soll.

Anhand der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde eine fiktive Geschichte rund um Udlo, einen Hallstätter Buben aus der Bronzezeit, entworfen. In der neuen Schaustelle wird ein Arbeitstag der Bronzezeit wieder zum Leben erweckt. Erstmals wird eine Filmanimation direkt auf ein Originalfundstück projiziert. Die Ausstellungsgestalter der Salzburger Firma Scenomedia verwenden hierfür erstmals moderne 4K-Technik (bessere Auflösung als Full HD).

Derzeit wird die Stiege unter Tage wieder zusammengebaut. Es folgen Arbeiten an der Ausgestaltung der Großraumvitrine und des Besucherraums. Eine luftdichte Abtrennung zwischen Stiegen- und Besucherraum wird eingebaut, die Messgeräte für die Überwachung des Raumklimas in der Vitrine werden installiert, Besuchertribünen werden errichtet und die umfangreiche Technik für die 3D-Visualisierungen wird montiert und justiert.

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Artikel OÖN 19. Februar 2015 - 00:04 Uhr
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