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Ein Friedhofsführer, der auch für die Besitzer von Smartphones spannend ist

BAD ISCHL. Morgen wird das überarbeitete, ausgedehnte und neu gestaltete Druckwerk vorgestellt.

Ein Friedhofsführer, der auch für die Besitzer von Smartphones spannend ist

Der neue Bad Ischler Friedhofsführer ist ein akribisch zusammengestelltes Werk mit detaillierten Fakten zu zahlreichen hier begrabenen Persönlichkeiten. Bild: (Hörm.)

Ein Dokumentationsprojekt der besonderen Art präsentieren Ischler Heimatverein, Stadtgemeinde Bad Ischl und der Verein "Zur Erinnerung" am morgigen Samstag, um 10 Uhr, unter dem Ehrenschutz von Landeshauptmann Josef Pühringer auf dem Friedhof der Kaiserstadt: Vorgestellt wird das Ergebnis der Kooperation der drei Institutionen in Form einer Kombination aus analogem und digitalem Friedhofsführer. Damit soll die Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, langfristig lebendig gehalten werden.

Die Schriftstellerin Hilde Spiel, die selbst hier bestattet ist, beschrieb den Ischler Friedhof einst als einen der schönsten der Welt. Unbestritten ist jedenfalls seine Geschichtsträchtigkeit, denn zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten wie Leo Perutz, Franz Lehár oder Ella Pancera sind hier beigesetzt worden. Weiters ruhen hier Oscar Straus, Kaiser-Enkelin Agnes, Maria Aurora Prinzessin von Thurn und Taxis, Heinrich Lammasch, letzter Ministerpräsident der österreichisch-ungarischen Monarchie, oder Leopold Hasner, Ritter von Artha, Minister für Kultur und Unterricht sowie Verfasser des Reichsvolksschulgesetzes 1869. Natürlich sind auch bekannte Personen aus Bad Ischl auf diesem Gottesacker begraben. Die Gruft der Familie Zauner befindet sich hier, auch das Grab von Gerda Reisenauer, die als Stewardess der Lauda Air beim Absturz der "Mozart" 1991 in Thailand ums Leben kam.

Digitale Facette

Der Heimatverein Bad Ischl unter Obmann Johannes Eberl hat das bestehende Druckwerk des 2011 verstorbenen Friedrich Wiener überarbeitet, ausgedehnt und neu gestaltet. Als Autor fungierte Kurt Eckel, unterstützt mit Beiträgen von Ludwig Breidt, Franz Federspiel, Harald Lobitzer, Alexander Savel und Alois Wiesauer. Der Verein "Zur Erinnerung" erweitert den Erinnerungsraum um eine digitale Facette: Die im Buch vermittelten Daten werden so auch im Internet bereitgestellt. Friedhofsbesucher mit einem Smartphone können damit einen geführten Rundgang erleben und die einzelnen Grabstätten rasch auffinden. QR-Codes an ausgewählten Grabsteinen ermöglichen es außerdem, Informationen über bestattete Personen zu erhalten.

Alle digital dokumentierten Gräber des Bad Ischler Friedhofs sind unter der Internet-Adresse zurerinnerung.at/badischl zugänglich.

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Artikel OÖN 28. Oktober 2016 - 01:04 Uhr
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