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Drei "arbeitsscheue Exoten" haben vor 35 Jahren den Mondseelauf gegründet

MONDSEE. Lauffreunde-Trio hat auch im Ausland die Werbetrommel für Mondsee gerührt.

Drei "arbeitsscheue Exoten" haben vor 35 Jahren den Mondseelauf gegründet

Beim Blättern in alten Fotoalben kommen bei Fritz Frauenschuh, Roland Hartmann und Franz Wendl (von links) viele Erinnerungen an die Anfänge des Mondseelaufes hoch. Bild: Lauffreunde Mondseeland

"Roland war der Boss", sind sich Fritz Frauenschuh und Franz Wendl in ihrer Beurteilung einig. Der Boss, das ist Roland Hartmann, erster Rennleiter und neben Frauenschuh und Wendl einer der drei Gründerväter des Mondseelaufes, der heuer zum 35. Mal über die Bühne geht.

Wenn sich am Sonntag, 5. Juni, Tausende Beine auf die 10-Kilometer- und 21,1-Kilometer-Strecke machen, läuft im Hintergrund mit Chipzeitnehmung und Computerauswertung modernste Technik mit. Davon konnten die Organisatoren beim ersten Mondseelauf 1982 nur träumen. "Wir haben improvisiert, alles händisch erledigt und geschrieben. In bis zu acht Einlaufkanälen sind die Läufer ins Ziel, und bei jedem hat der Hofer Sepp bei der Zeitnehmung aufs Knopferl gedrückt. Ich darf gar nicht mehr daran denken", erinnert sich der damalige Rennleiter Hartmann an die Anfänge. Tipps, wie man einen Lauf richtig organisiert, kamen damals unter anderem vom deutschen Olympioniken Manfred Steffny.

Bei der sechsten Auflage des Mondseelaufes 1987 übersprangen die Lauffreunde erstmals die 1000-Teilnehmer-Marke, die seither regelmäßig geknackt wird. Den Lauf-Boom haben Hartmann und Co. nicht nur miterlebt, sondern auch daran mitgearbeitet. "Wir hatten in ganz Europa Kontakte, sind oft im Ausland gelaufen und haben dort die Werbetrommel für Mondsee gerührt", weiß Franz Wendl.

Das Rezept für einen erfolgreichen Lauf hat laut Hartmann folgende Zutaten: Termin, Service, Marketing, persönlicher Einsatz sowie die Kooperation mit anderen Veranstaltungen, wie sie die Mondseer mit dem Wolfgangseelauf und dem Kaiserlauf in Bad Ischl eingegangen sind (Salzkammergut Top 3). Geändert hat sich in 35 Jahren auch der Stellenwert des Laufsports. In den 80ern des vorigen Jahrhunderts wurden Hartmann & Co. noch als Spinner und arbeitsscheue Exoten geschimpft, als sie durch das Mondseeland liefen; heute muss sich als solcher bezeichnen lassen, wer nicht auf irgendeiner Fitnesswelle mitschwimmt. Gut in Form sind Hartmann (76), Wendl (72) und Frauenschuh (75) noch immer: Früher wurde fünfmal pro Woche der Mondsee laufend umrundet (25 km), heute heißen die Fortbewegungsarten Radfahren, Nordic Walken, Rudern und Langlaufen.

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Artikel OÖN 31. Mai 2016 - 00:04 Uhr
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