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Die erste neue Garnitur seit 55 Jahren

GMUNDEN. Die jüngste Straßenbahngarnitur in Gmunden wurde im Jänner 1962 in Betrieb genommen und heißt GM 8. Sie und die anderen museumsreifen Züge werden bis zum Sommer 2018 in Betrieb sein.

Die erste neue Garnitur seit 55 Jahren

Testbetrieb der Stadt-Regio-Tram im Gmundner Stadtzentrum Bild: Christa R. Holzinger

Wie Gmundens Schienenzukunft aussieht, lässt sich in den kommenden Wochen aber bereits ausprobieren. Zu Testzwecken und für die behördliche Abnahme lässt Stern & Hafferl eine neue Tramlink-Garnitur auf der Straßenbahnstrecke fahren. Das Schienenfahrzeug wurde per Tieflader ins Stadtzentrum transportiert.

Um den Fahrplanverkehr nicht zu stören, fanden die Testfahrten vergangene Woche während der Nacht statt. Dabei wurde auch die Leistungsfähigkeit des Zuges geprüft: Mit bis zu 17 Tonnen Sandsäcken beladen, fuhr er die steilste Straßenbahnstrecke der Welt rauf und runter.

Nachdem die nagelneue Garnitur alle Tests bestand, wird sie ab kommendem Sonntagabend einige Wochen lang auch im regulären Fahrplanbetrieb eingesetzt. Das heißt: Erstmals seit 55 Jahren steht Straßenbahnbenutzern in Gmunden ein neues, barrierefreies Fahrzeug zur Verfügung.

Weil die alten Garnituren nicht behindertengerecht sind, müssen sie laut Gesetz demnächst aus dem Verkehr gezogen werden. Dies war einer der Gründe, warum man sich 2013 für die Durchbindung entschied. Für die nur 2,3 Kilometer lange Straßenbahnstrecke wäre der Kauf neuer Garnituren nicht vertretbar gewesen. Die Gmundner Straßenbahn hätte eingestellt werden müssen.

Obwohl Straßenbahnfreunde bereits jetzt den dauerhaften Betrieb der neuen Züge in der Stadt fordern, wird die Tramlink-Garnitur nach der Testphase wieder abgezogen. "Sie kann nur in der Remise in Vorchdorf ordentlich gewartet werden", sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrsbetriebe.

Von Vorchdorf aus werden ab August 2018 aber nur noch neue Züge durch Gmunden rollen.

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Artikel Edmund Brandner 20. März 2017 - 00:04 Uhr
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