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Citybusse werden für Gmunden teurer Scharmützel zwischen BIG und SPÖ

GMUNDEN. BIG kritisiert: "Die Kosten für die Stadt steigen massiv, das Angebot wird aber schlechter".

Citybusse werden für Gmunden teurer Scharmützel zwischen BIG und SPÖ

Auf das Gmundner Citybus-Netz kommen Veränderungen zu – unabhängig von der Stadt-Regio-Tram. Bild: ebra

Um die Planung und Finanzierung des künftigen Citybus-Netzes in Gmunden ist eine heftige politische Diskussion zwischen der Bürgerliste BIG und SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sag-eder ausgebrochen.

Anlass sind geplante Sparmaßnahmen der Landesregierung. FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner will den Landeszuschuss für Öffis in Städten wie Gmunden zurückschrauben. So soll der Finanzierungsanteil für Citybusse in der Traunseestadt künftig von 49 Prozent auf 33 Prozent reduziert werden. Das bedeutet zwar nicht, dass der Kostenanteil Gmundens von 51 Prozent auf 67 Prozent steigt. Denn künftig sollen auch die Nachbargemeinden, die angefahren werden, zur Kasse gebeten werden. Teurer wird es für Gmunden aber in jedem Fall.

"Kosten steigen massiv"

Dabei hatte die Stadt mit einer Kosteneinsparung bei ihren drei Buslinien gerechnet. Wenn im Sommer 2018 die Stadt-Regio-Tram in Betrieb geht, wird die Zahl der Busse von fünf auf vier reduziert. "Das heißt, das Busangebot wird schlechter, und die Kosten dafür steigen massiv", kritisiert BIG-Stadtrat Reinhold Kassmannhuber. "Dabei werden wichtige Stadtteile an der Stadt-Regio-Tram gar nicht angebunden sein." Als Kritik an der Straßenbahn will er seine Einwände aber nicht verstanden wissen. "Dieses Thema ist ohnehin gegessen."

SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder ist von den BIG-Einwänden dagegen genervt und spricht von "gezielten Indiskretionen aus den Gemeindeausschüssen – gemischt mit Halb- und Unwahrheiten".

Dass nach der Fertigstellung der Straßenbahndurchbindung ganze Stadtteile nicht mehr am öffentlichen Verkehr angebunden seien, stimme in keiner Weise, so Sageder. "Stadtteile wie Schörihub werden auch künftig vom Citybus angefahren", so Sageder. Dies bestätigt auch Stefan Holzer vom Oberösterreichischen Verkehrsverbund. "Das Citybus-Fahrplanangebot wird nicht schlechter, sondern an die Stadt-Regio-Tram angepasst", sagt er.

Sageder indessen kann sich einen Seitenhieb auf die BIG nicht verkneifen. "Wir verstehen ja, dass die BIG die Menschen mit Märchen verunsichern will", sagt er. "Die Zustimmung für die Stadt-Regio-Tram wächst analog zu deren Fertigstellung. Damit bröckelt die Daseinsberechtigung der Partei der Straßenbahngegner."

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Artikel Edmund Brandner 07. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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