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Biber fühlt sich im Redlhamer Naturerlebnis wohl

REDLHAM. Bezirksbauernkammer-Leiter Stockinger weiß von vereinzelten "lokalen Schäden" durch Biber an Vöckla und Ager.

Biber fühlt sich im Redlhamer Naturerlebnis wohl

Bürgermeister Forstinger mit dem angenagten Baum am „Schwärzler Teich“ in der ehemaligen Schottergrube. Bild: gh

Seit einigen Tagen ist ein Biber im Redlhamer Naturerlebnis recht aktiv. Das Nagetier hat eine 40 Zentimeter dicke Weide am "Schwärzler Teich" angeknabbert – nicht mehr lange, dann wird der Baum gefällt sein, vermutet Bürgermeister Johann Forstinger.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in Redlham intensiv Schotter abgebaut. Mittlerweile hat sich die Landschaft mit ihren vielen Seen und Teichen zu einem neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickelt. "Und immer mehr Menschen nutzen die ehemalige Schottergrube zum Spazierengehen oder Laufen", berichtet der Bürgermeister. Durch die Rundwege gelingt es, diesen Lebensraum zu schützen und ihn trotzdem den Menschen zugänglich zu machen.

Tiere in Natur aus zweiter Hand

Seit kurzem wird beobachtet, dass auch ein Biber die Landschaft besiedelt hat. Das sei ein Beweis dafür, dass die Natur aus zweiter Hand von der Tierwelt angenommen wird, meint Forstinger. In dem Areal sind immer wieder mal Spuren von Bibern entdeckt worden. Dass das streng geschützte Tier aber einen derart massiven Baum anknabbert, ist doch neu.

Noch habe der Biber keinen wirtschaftlichen Schaden angerichtet, ist Bürgermeister Forstinger überzeugt. Bislang habe er bloß am Ufergehölz gebissen, das ohnedies wirtschaftlich nicht genutzt werde.

Von "lokalen Schäden" durch Biber berichtet hingegen Rudolf Stockinger, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Gmunden-Vöcklabruck. Er weiß von Biberschäden, die im Frühjahr an den Seitenarmen von Vöckla und Ager entstanden sind. Schadensprämien seien seines Wissens nach jedoch bis dato noch nicht ausgezahlt worden.

"Wenn man nicht betroffen ist, ist das ein wunderschönes Tierchen", sagt Stockinger im Gespräch mit den OÖNachrichten. Ähnlich werde auch die Diskussion über Wölfe laufen, ist er überzeugt. Aber auch der Biber kann schnell zu einem "Problemtier" werden, das Konflikte verursacht. Angenagte Bäume oder geflutete Wiesen machen das putzige Tier bei Bauern rasch unbeliebt.

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Artikel Gerhard Hüttner 10. November 2017 - 00:04 Uhr
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