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Eine Halbe geht nicht in ein Seidelglas

Mit dem neuen Verkehrsstadtrat in Linz haben wir endlich einen Verkehrspolitiker, der die Schlage realistisch beurteilt und dies auch offen und recht unverblümt ausspricht (OÖN 22.10.2016).

Von Hans Hörlsberger, Linz, 24. Oktober 2016 - 08:15 Uhr
Weg mit dem Stau!
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Die Auto-Verkehrsmengen die werktäglich gleichzeitig am Morgen in die Stadt wollen sind einfach zu groß geworden um sie sehr rasch in die Stadt hinein zu bekommen und dort unterzubringen. Und Stadtrat Markus Hein hat Recht, wenn er sagt, dass verschmälerte Gehsteige oder gar abgerissenen Häuserzeilen und auch zusätzliche Brücken und Tunnel, die so genannte „Stau-Misere“ nicht wirklich verbessern kann, und dass nur durch „weniger Autos in Linz“ eine Milderung der Verkehrssituation sowohl für die Bewohner, wie auch für die Einpendler zu erreichen ist.

Und Stadtrat Hein zeigt auch mutig Kompetenz, indem er sich nicht scheut durchaus unpopuläre Maßnahmen in Angriff zu nehmen, die aber schnell und ohne viel Kosten wirksam werden können. So bewirkt alleine schon der von ihm vorgesehene flächendeckende stufenweise Ausbau der Parkraumbewirtschaftung eine Abnahme des Pendlerverkehrs mit dem privaten Kraftfahrzeug. Darüber hinaus kann man schon an den Stadtgrenzen mittels Pförtneranlagen (= eine rote Ampel und die Information „Innenstadt überlastet. Bitte kurz warten“) den Fahrzeugverkehr in Geschwindigkeit und Menge so organisieren, dass er im folgenden innerstädtischen Straßensystem im weitgehend  fließendem Verkehr (= geringere Umweltbelastung) an seine Ziele kommt.

Mit den vermehrten Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung kann man dann die Angebote der Öffentlichen Verkehrsmittel verbessern, wie größere Kapazitäten für Hauptverkehrszeiten und verlässliche, dichte Intervalle den ganzen Tag und auch bis spät in die Nacht, an allen Tagen der Woche. Denn je größer die jederzeitige Verfügbarkeit des öffentlichen Verkehrsmittels ist, desto leichter kann auf die Nutzung des eigenen Kraftfahrzeuges verzichtet werden. Und dieser (teilweise) Verzicht auf die Autonutzung muss erreicht werden, um die Stadt für ihre Bewohner lebenswert zu erhalten und um die Mobilität in einem vernünftigen Mix aus Zufußgehen, Radfahren, den ÖV und das Auto nutzen zu ermöglichen.

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