Der 74-jährige Hermann Danner wollte etwas vom Haus seines Sohnes abholen, als ihm vermutlich übel wurde. Er legte sich auf die Hausbank um auszuruhen. Dort fand ihn sein Enkel Simon. Das herbeigerufene Rettungsteam versuchte Danner noch eine halbe Stunde zu reanimieren – ohne Erfolg. „Hilflos und erschüttert standen wir daneben“, sagt Sohn Hermann Danner. Die Hausbank, auf der der Pensionist verstarb, war „ein Symbol“, wie sein Sohn in einer berührenden Rede beim gestrigen Begräbnis betonte: „So viele schöne und gute Gespräche haben wir darauf geführt. Gemütlich und gesellig – das mochte er.“
Nach seiner Lehre begann Hermann Danner 1958 beim Post- und Telegrafenbauamt. Er wurde Chef einer Planungsstelle und ging von dort mit 60 Jahren in Pension. 1995 erhielt er vom Bundespräsidenten das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Danner war zwar viel im Außendienst unterwegs, doch seine Familie stand an vorderster Stelle. „Der immer fleißige Papa hat uns drei Kindern ein tolles Zuhause und eine echte Familie ermöglicht“, sagt Sohn Hermann. Auch in der Pension war Danner sehr aktiv und half seinen Kindern. „Er hat immer gesagt: ,Geld hab ich keins, aber ich helfe euch so.‘ Die gemeinsame Arbeit und Zeit waren mehr wert, als ein Sparbuch“, ist Sohn Hermann dankbar. Er erinnert sich gern an die gemeinsamen Holzarbeiten: „Den Duft von frisch bearbeitetem Lärchenholz mochte er besonders.“ Die Familie ließ ihn in einem Sarg aus Lärchenholz begraben.
Die letzten Monate in Danners Leben waren geprägt von vielen Krankenhausaufenthalten seiner Frau Maria. „Er war oft allein. Er hat zu seiner Mitte gefunden“, sagt Sohn Hermann. Tröstlich für die Familie ist, dass Danner all seine Kinder in seinen letzten Tagen noch sah: „Die Familie meines Bruders in Lilienfeld vergangene Woche, ein paar Achterl Wein mit mir am Sonntag und eine schöner Nachmittag mit meiner Schwester an seinem Todestag.“
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