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Zwischen Volksmusik und Orgelklang

Die Musik und die Technik. Das waren jene Bereiche, die das Interesse von Arnold Blöchl bestimmt haben.

Zwischen Volksmusik und Orgelklang Von Bert Brandstetter

Arnold Blöchl Bild:

Mit der Musik begann er sich bereits als fünfjähriger Bub intensiv zu befassen, und zwar an der Musikschule im tschechischen Krumau. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er den Klavier- und Orgelunterricht in Linz fort. Gefördert vom Komponisten Robert Schollum, saß Blöchl bereits mit elf Jahren an der Orgel des Alten Domes in Linz. Der Orgel sollte Arnold bis ins hohe Alter treu bleiben. Seine spielerischen Fähigkeiten stellte er in der Urfahraner Stadtpfarrkirche zur Verfügung, wo er erst vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Organistenamt aufgab. Nie nahm Blöchl auch nur einen Cent als Gage für sein Orgelspiel.

Frühere Kollegen erinnern sich, wie er die Strecke zwischen seinem damaligen Mühlviertler Wohnort Oepping und dem Arbeitsplatz in Linz bei jedem Wetter mit dem Moped zurücklegte. In Oepping dirigierte er die Blasmusik, beruflich arbeitete er am Linzer Finanzamt. Erst später bezog er mit seiner Frau eine Wohnung in Linz, in der dann die drei Töchter aufwuchsen, von denen eine bereits gestorben ist.

Beruflich wechselte er 1961 in das ORF-Landesstudio: Zunächst als Leiter des Archives, später führte er bis zur Pensionierung 1993 die Abteilung Volksmusik. Blöchl, der vom Bundespräsidenten den Professor-Titel verliehen bekam, erwarb sich einen Ruf als Vielarbeiter.

Neben dem Beruf besuchte er die Arbeitermittelschule und studierte auch an der Universität Salzburg. Seine Vorliebe für die Technik kam durch seine jahrzehntelange Tätigkeit im ORF voll auf ihre Rechnung. Blöchl verwendete als einer der ersten Mitarbeiter einen Computer, jede Ausfahrt war bestens organisiert. Blöchl wusste über jedes Kabel oder Mikrofon bestens Bescheid, wissen Kollegen zu berichten. Seine technische Leidenschaft bekamen aber auch die Besucher der Urfahraner Stadtpfarrkirche zu hören: Mit seiner Expertise trug er wesentlich zum Kauf einer elektronischen Kirchenorgel bei, die das bescheidene Gotteshaus bei Bedarf sogar mit dem Klang einer Domorgel zu füllen imstande war.

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Artikel Von Bert Brandstetter 11. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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